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Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV
Bölstler: "Jetzt kommen dicke Brocken"

Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV: Bölstler: "Jetzt kommen dicke Brocken"
Fußballvorstand Manuel Bölstler. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Der Blick auf die Tabelle beweist: Sollte der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV am Freitagabend (15. September 2017) das Heimspiel gegen den SV Rödinghausen gewinnen, würde er zumindest vorübergehend die Tabellenführung übernehmen. Anstoß im Stadion am Zoo ist um 19.30 Uhr. Von Jörn Koldehoff

"Natürlich ist unsere Zwischenbilanz erfreulich und eine schöne Momentaufnahme. Zwölf Punkte, kein Spiel verloren, nur drei Gegentreffer kassiert – mehr kann mit mit unseren Möglichkeiten eigentlich nicht mehr rausholen", sagt Fußballvorstand Manuel Bölstler. "Aber von der Diskussion um die Tabellenführung halte ich nicht viel. Das hat ja schon zweimal nicht geklappt. Wir konzentrieren uns einfach auf die Partie", schmunzelt der 34-Jährige.

So wie auf die gegen Verl (5:1). "Wir wussten, dass wir Geduld haben mussten. Verl hat gute Einzelspieler, das hat die erste Halbzeit gezeigt. Uns war aber auch klar, dass wir Räume bekommen werden. Dass es am Ende so ausgeht, konnte natürlich keiner ahnen", so Bölstler.

Könnte der kleine Kader mit nur 19 Feldspielern am Ende insofern ein Vorteil sein, dass sich eine verschworene Gemeinschaft bildet? "Das kann man so oder so sehen. Ich denke, ein oder zwei Spieler mehr würden uns gut tun, vor allem in Englischen Wochen oder wenn Verletzungen kommen", sagt er. "Momentan sind alle sehr nah an der Mannschaft, ist alles ausgeglichen. Diesmal waren Marco Cirillo und Sandy Husic nicht im Aufgebot. Fallen mal zwei Leute aus, stellt sich der Kader von alleine auf. Wir nehmen deshalb auch immer wieder U19-Spieler mit ins Training." Also besteht im Winter Handlungsbedarf? "Wir haben einen guten Kader, die Jungs brennen, da bin ich sehr zufrieden. Wenn sich etwas ergibt und es passt, dann machen wir was. Aber auch nur dann."

Bleibt noch die Frage nach der mageren Kulisse. Nur 1.766 Zuschauer kamen gegen Verl. "Das ist natürlich wenig und für den Tabellenstand keine schöne Zahl. Aber es hat auch 24 Stunden vorher am Stück geschüttet. Wir können es nicht ändern und müssen weiter Gas geben", so Bölstler. "Außerdem hatten wir bislang vom Namen her nicht so attraktive Gegner im Stadion. Uerdingen und Essen kommen zum Beispiel noch, und dann geht auch wieder der Zuschauerschnitt in die Höhe. Klar ist aber auch: Wenn man nur den zehnt- oder elfthöchsten Etat der Liga hat, kann niemand erwarten, dass wir ganz oben mitspielen."

Auch Rödinghausen hört sich nicht nach großer, weiter Fußballwelt an. "Aber Vorsicht: Das ist eine Topmannschaft, hinter der viel Geld steckt und die oben ein Wörtchen mitreden will. Das wird eine schwierige Aufgabe." Und auch am darauffolgenden Mittwoch (20. September) im dritten Heimspiel in Folge gegen Viktoria Köln. "Jetzt kommen ein paar dicke Brocken", weiß Bölstler.