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2. Handball-Bundesliga: 22:24 (12:13) in Lübeck
BHC erwischt es doch noch in der Ferne

2. Handball-Bundesliga: 22:24 (12:13) in Lübeck: BHC erwischt es doch noch in der Ferne
Max Darj in Lübeck am Kreis. FOTO: Mathias M Lehmann
Wuppertal / Solingen. In der 2. Handball-Bundesliga ist die Auswärtsserie des Bergischen HC beim VfL Lübeck-Schwartau gerissen. Durch das 22:24 (12:13) am Sonntagnachmittag (13. Mai 2018) verlor der Bundesliga-Aufsteiger und Meister am viertletzten Spieltag seine ersten Punkte in fremder Halle. Von Jörn Koldehoff und Thomas Schulz

Schwartau war das erste Team, das dem BHC in der laufenden Saison eine Niederlage eingebracht hatte - beim 30:25 in der Uni-Halle. Und auch im Rückspiel legten die Norddeutschen engagiert los und führten 5:3 (10.) und 6:4 (12.), nachdem der Bundesliga-Aufsteiger immer wieder an Keeper Dennis Klockmann scheiterte. Nach 17 Minuten egalisierte Arnor Gunnarson aber zum 7:7. Klockmann blieb jedoch weiter eine echte Hürde - mit der Folge, dass der BHC sogar 10:13 (27.) zurücklag. Tomas Babak und Gunnarsson verkürzten aber bis zum Pausenpfiff noch.

Dem in der ersten Hälfte glücklosen Vize-Europemeister Linus Arnesson blieb es vorbehalten, das 14:14 (33.) zu markieren. Babak besorgte im Anschluss mit dem 15:14 die erste BHC-Führung, bei dem nun Bastian Rutschmann im Kasten mehrere Paraden gelangen. Gunnarsson warf mit dem 17:15 den ersten Zwei-Tore-Vorsprung heraus (37.). In Unterzahl nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Csaba Szücs kassierte der BHC das 17:17 (39.) und auch das 17:18 (40.).

Das Match blieb absolut ausgeglichen. Gunnarsson legte auf 20:19 vor (46.). Rutschmann parierte einen Siebenmeter, Lübeck kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe, brachte einen zusätzlichen Feldspieler und traf zum 21:21 (51.). Arnesson verwarf, die Fühung wechselte wieder zu den Norddeutschen (22:21, 54.). Fabian Gutbrod scheiterte, doch Rutschmann hielt den BHC im Rennen. Gutbrod gelang das 22:22 (57.).

Zwei Minuten vor dem Ende stellte der Gastgeber auf 23:22, BHC-Coach Sebastian Hinze nahm 66 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit und brachte danach einen zusätzlichen Feldspieler. Doch wieder war Klockmann zur Stelle. Es war Entscheidung.

Sebastian Hinze (BHC): "Ich bin mit der Leistung von heute nicht zufrieden. Wir haben keine Ideen gegen Lübecks Taktik, das Tempo so krass aus dem Spiel zu nehmen, gehabt. Wir hatten lediglich 43 Angriffe, sonst haben wir deutlich mehr. Davon haben wir uns nerven lassen, aber so zu spielen ist Lübecks gutes Recht. Daraus müssen wir lernen."

Torge Greve (Lübeck): "Wir haben kaum technische Fehler in unserem Spiel gehabt. Klar brauchten wir hier und da auch mal etwas Glück, insgesamt aber hat die Mannschaft eine gute Partie gemacht. Unser Stil heute war vielleicht ein wenig ,old school, aber damit konnten wir den Liga-Primus nerven. Dennoch hat der BHC eine überragende Saison gespielt, dazu noch einmal Gratulation."

Die drittletzte Zweitliga-Partie steht am kommenden Samstag (19. Mai 2018) an. Dann kommt HBW Balingen-Weilstetten um 19 Uhr in die Klingenhalle. Die Saison endet mit den Duellen beim HC Rhein Vikings (26. Mai) und gegen den HSC 2000 Coburg in der Uni-Halle.

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