| 12.18 Uhr

Diskussion über Standort für Mehrzweckhalle
BHC-Arena: Grüne regen Bergische Sonne an

Diskussion über Standort für Mehrzweckhalle: BHC-Arena: Grüne regen Bergische Sonne an
Seit Jahren ist das Areal der Bergischen Sonne ein städtebaulicher Problemfall. FOTO: Morty / Wikipedia
Wuppertal / Solingen. Die Handballehe zwischen Wuppertal und Solingen ist eine der Erfolgsgeschichten bergischer Zusammenarbeit. Die will BHC-Beirat Jörg Foeste mit dem Bau einer Mehrzweck-Arena an der Grenze von Vohwinkel zu Gräfrath weiter ausbauen. Doch die Grünen halten den Standort für ungeeignet, sie bringen stattdessen die ehemalige "Bergische Sonne" ins Gespräch.

Das für die neue Mehrzweckhalle favorisierte Gelände am "Piepersberg" ist nach den Angaben der Solinger und Wuppertaler Grünen das Kernstück eines der wichtigsten Biotopverbände im rechtsrheinischen Raum. Es würde mit dem Bau der Arena unzumutbar eingeengt. Darüber hinaus fehle eine ausreichende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Als Alternative regen die Grünen die im Dornröschenschlaf schlummernde "Bergischen Sonne" an. Wuppertals Fraktionschef Marc Schulz: "Es wäre eine ideale neue Nutzung für das seit Jahren leer stehende Areal." Die Fläche sei verkehrsmäßig gut erschlossen, sie ist zwar ein wenig kleiner, könne aber mit Parkpaletten oder Parkplätzen in der Umgebung die geplanten 6.000 bis 7000 Zuschauer durchaus bewältigen.

Zuletzt hatte ein deutsch-russisches Konsortium das ehemalige Freizeitbad in ein Wellness-Hotel umbauen wolle. Die Pläne zerschlugen sich jedoch nicht zuletzt wegen der aktuellen russischen Finanzkrise. Momentan ist das aus zwei Teilen bestehende Grundstück wieder auf dem Markt. Es soll unter anderem bei der jährlichen Investoren-Tour der Wuppertaler Wirtschaftsförderung angeboten werden.

Dass zuletzt auch der Bergische Rat den Standort Piepersberg bevorzugt hatte, hält Schulz nicht für eine unüberwindbare Hürde: "Wir regen ja nur an, dass diese interessante Variante mal geprüft wird." Schließlich habe die Entwicklung bei der geplanten Bebauung des Carnaper Platzes gezeigt, wie Gewinn bringend es sein könne, wenn man nicht "die erstbeste Lösung nimmt und durchpeitscht, sondern auch alternative Überlegungen zulässt."

Die Rundschau-Radrunde