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Carnaper Straße
XXXL-Pläne am Barmer Nordtor?

Carnaper Straße: XXXL-Pläne am Barmer Nordtor?
Das ehemalige Prym-Gelände an der Ecke Carnaper Straße/Hatzfelder straße gehört seit einigen Jahren einem Wuppertaler Immobilienunternehmen. FOTO: Simone Bahrmann
Wuppertal. Seit Jahren fristet das ehemalige Prym-Gelände an der oberen Carnaper Straße ein trauriges Dasein. Jetzt wecken Gerüchte über die Ansiedlung eines XXXL-Möbelmarktes Hoffnung auf eine Aufwertung des Stadtbildes an dieser vielbefahrenen Stelle. Von Hendrik Walder

Unmittelbar an der Autobahnausfahrt Barmen gelegen ist das leerstehende Areal eine unattraktive Visitenkarte für den ganzen Stadtteil. "Wir würden uns natürlich über eine Änderung dieses Zustands freuen", betont Bezirksbürgermeister Hans-Hermann Lücke, der auch von dieser möglichen Entwicklung gehört hat. Zumal mit dem Neubau der WSW-Zentrale in unmittelbarer Nachbarschaft ein Signal für den Aufbruch in Barmen bereits in trockenen Tüchern sei.

Die Ansiedlung des Möbelmarktes würde darüber hinaus den nach wie vor bestehenden Mangel an Angeboten in diesem Handeslssegment in Wuppertal beseitigen helfen. Die XXXL-Gruppe betreibt in Deutschland über 40 große Filialen, bislang jedoch überwiegend in südlichen Bundesländern.

Dr. Rolf Vollmerig, Chef der städtischen Wirtschaftsförderung, will die Gerüchte zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht kommentieren, weist aber darauf hin, dass eine kurzfristige Ansiedlung an dieser Stelle nicht möglich wäre: "Das Gelände ist auch im neuen Regionalplan als Gewerbefläche industrieller Prägung ausgewiesen." Den planerischen Aufwand für eine etwaige Änderung beziffert er auf sicherlich drei Jahre. Wie Ikea gezeigt hat, könnte es dann freilich schnell gehen.
Ein zentrale Problematik, die jedoch nach Meinung von Lücke mit Expertenhilfe zu bewältigen ist, wäre voraussichtlich die Bewältigung der Verkehrsfrage – einschließlich der Bereiststellung ausreichender Parkmöglichkeiten. Doch da brodelt die Gerüchtekoche bereits weiter: Angeblich hat Lidl Interesse daran, sich in Richtung Schützenstraße zu verlagern. Dann könnte der Möbelriese am bisherigen Standort Stellflächen erwerben.

Doch wie gesagt: Bestätigt ist noch nichts und dauern würde es ohnehin – allerdings unterstreicht auch Vollmerig, dass die Stadt auf jeden Fall eine Weiterentwicklung an dieser stadtbildprägenden Stelle begrüßen würde.