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Ansätze für Verkehrsraum der Zukunft
Wettbewerbserfolg für Wuppertaler Forscher

Ansätze für Verkehrsraum der Zukunft: Wettbewerbserfolg für Wuppertaler Forscher
Gemeinsamer Wettbewerbserfolg (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Anton Kummert, Dr. Michael Krause, Dr.-Ing. Jörg Velten und Prof. Dr. Heinz-Reiner Treichel. FOTO: Bergische Uni
Wuppertal. In der Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik und Medientechnik freut sich das Forscherteam Prof. Dr.-Ing. Anton Kummert, Prof. Dr. Heinz-Reiner Treichel, Dr. Michael Krause und Dr.-Ing. Jörg Velten über ein Gratulationsschreiben von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Die Wissenschaftler der Bergischen Universität Wuppertal konnten sich mit ihrem Projektvorhaben "Demografischer Wandel und Verkehrsraum der Zukunft" in der aktuellen Förderrunde des Förderprogramms "Regionale Innovationsnetzwerke‟ (RIN) des NRW-Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) durchsetzen. "Das RIN 'Demografischer Wandel und Verkehrsraum der Zukunft‘ gehört verdient zu den beiden Gewinnern der diesjährigen Wettbewerbsrunde," so die Ministerin. Die Jury hatte die Konzepte aus insgesamt 20 Einreichungen ausgewählt.

Gefördert werden innovative Ideen und Konzepte zu regionalen Fragestellungen entlang der großen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie Klimaschutz, Energieversorgung, demographischer Wandel, Mobilität, Sicherheit und Teilhabe.

Die Regionalen Innovationsnetzwerke sollen eine dauerhafte Plattform für Experten ganz unterschiedlicher Bereiche in einer NRW-Region schaffen: technisch Versierte und gesellschaftlich Engagierte, Unternehmer, lokale Entscheidungsträger aus Verwaltung und Vereinen und vor allem Forschende. Vertreter aus allen Bereichen erarbeiten gemeinsam konkrete Fragestellungen, die dann von der Wissenschaft aufgegriffen werden sollen. In der ersten Förderrunde wurden bereits sechs Netzwerkvorhaben in NRW initiiert. RIN werden für einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren und mit einer jährlichen Fördersumme von bis zu 150.000 Euro gefördert.

An der aktuellen Förderrunde beteiligte sich aus der Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik und Medientechnik der Bergischen Universität ein Team um Prof. Kummert (Lehrstuhl für Allgemeine Elektrotechnik und Theoretische Nachrichtentechnik) und Prof. Treichel (Institut für Systemforschung der Informations-, Kommunikations- und Medientechnologie) und reichte den Konzeptvorschlag "Mobilität und Alter – Demografischer Wandel und Verkehrsraum der Zukunft" ein.

Als weiterer Projektpartner wurde die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft eingebunden und zahlreiche Akteure des Bergischen Städtedreiecks (z.B. die Neue Effizienz, das Fachzentrum Verkehr der Bergischen Uni, und das Wuppertal Institut) gaben einen "Letter of Intent" für eine spätere Projektmitarbeit ab.

"Wir fliegen zum Mond und können uns mit autonom fahrenden Fahrzeugen von der West- zur Ostküste der USA bewegen, sind aber gleichzeitig nicht in der Lage, dem Rollator-Benutzer an der Haltestelle eine Einstiegsmöglichkeit in den Bus ohne Pannen zu garantieren oder den Rollstuhlfahrer rechtzeitig auf den Defekt des Fahrstuhls in seinem Zielbahnhof hinzuweisen. Während einerseits auf dem Weg zum Verkehrsraum der Zukunft hochinnovative Technologien erforscht und entwickelt werden, um das vollständig autonome Fahren zu realisieren, werden auf der anderen Seite noch nicht einmal die bekannten Technologien eingesetzt, um dringend benötigte Problemlösungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zur Verfügung zu stellen," fasst Prof. Kummert den thematischen Schwerpunkt des RIN zusammen.

"Unser Netzwerk begreift Mobilität als Schlüssel zur Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Kompetenzeinbußen und gleichzeitig als Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung. Durch die intelligente Vernetzung aller Akteure, die an der Gestaltung des Verkehrsraums der Zukunft beteiligt sind, wird das Netzwerk zum Impulsgeber und Innovationsmotor für die Entwicklung und Umsetzung bedarfsgerechter und nachhaltiger Mobilitätslösungen für die Region Bergisches Städtedreieck und darüber hinaus," ergänzt Prof. Treichel.

Der geplante Projektstart für das Regionale Innovationsnetzwerk ist Januar 2017. Das Projekt beginnt mit einer einjährigen Phase zur Konkretisierung der Handlungs- und Forschungsbedarfe sowie dem Aufbau der Strukturen.