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Hauptbahnhof Wuppertal
Vor einfahrendem Zug: Mann zieht Kind auf Bahngleise

Hauptbahnhof Wuppertal: Vor einfahrendem Zug: Mann zieht Kind auf Bahngleise
Symbolfoto. FOTO: Polizei
Wuppertal. Zu einem außergewöhnlichen Polizeieinsatz kam es am Donnerstag (12. April 2018) um 18.08 Uhr am Hauptbahnhof in Wuppertal-Elberfeld. Während sich ein Ehepaar aus Wuppertal mit seinen drei Kindern (1, 3 und 5) an einem Gleis aufhielt, griff ein fremder Mann nach einem der Kinder und sprang ins Gleisbett.

Mit dem fünf Jahre alten Jungen lief der Fremde einem langsam einfahrenden Zug entgegen. Der Lokführer bemerkte die Personen im Gleis und vollzog umgehend eine Notbremsung. Der Mann legte sich kurz vor einem Zusammenstoß mit dem Fünfjährigen ins Gleisbett längs zwischen die Schienen. Der Zug rollte über die beiden einige Meter hinweg.

Der Mann (23) blieb unverletzt, der Fünfjährige zog sich leichte Verletzungen zu, die im Krankenhaus behandelt wurden. Bis zum Eintreffen der Polizei hielten Zeugen den 23-Jährigen fest - er befindet sich im Gewahrsam. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Da wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt wird, wurde eine mehrköpfige Mordkommission eingesetzt. Für die Dauer des Einsatzes und zur Sicherung von Spuren mussten die Gleise teilweise gesperrt bleiben.

Die weiteren umfangreichen Ermittlungen - insbesondere zu den Beweggründen des polizeibekannten Mannes aus Gelsenkirchen - dauern derzeit an. Das gilt auch für die Frage, ob er das Kind und sich töten wollte oder nicht.

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