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Nach Toreschluss
Sprachpreis für Rundschau-Satiren

Nach Toreschluss: Sprachpreis für Rundschau-Satiren
VDS-Vorstandsmitglied Karin Michels und Regionalleiter Jörg Peter Schundau (r.) ehrten Roderich Trapp im Barmer Rathaus. FOTO: Max Höllwarth
Wuppertal. Die Regionalgruppe Bergisch Land des Vereins Deutsche Sprache verleiht alle zwei Jahre "Die Eule". 2018 ging der Bergische Sprachpreis an Rundschau-Redaktionsleiter Roderich Trapp. Bei der Verleihung im Lichthof des Barmer Rathauses ging es passend zum Preisträger humorvoll zu.

Seit 1990 schreibt Roderich Trapp die Glosse in der Samstagsausgabe der Rundschau - für viele Wuppertaler gehört sie zum Wochenend-Programm wie die Fußball-Bundesliga oder der Sonntagsbraten. Und jetzt sind sie und ihr Autor auch ganz offiziell ausgezeichnet: "Für Roderich Trapp ist klare Sprache, auch gemischt mit Ironie und Sprachwitz, ebenso wie der Anspruch, verstanden zu werden, wichtiger Teil seiner Arbeit", heißt es in der Urkunde Vereins Deutsche Sprache (VDS), die am Freitag zusammen mit der "Eule" verliehen wurde. Und weiter: "Damit wird durch die Wuppertaler Rundschau eine wichtige Vorbildfunktion ausgeübt, erreicht sie doch durch ihre hohe Auflage nahezu jeden Wuppertaler Haushalt."
Der VDS-Regionalvorsitzende Jörg Peter Schundau und seine Kollegen hatten zuvor mit viel Kreativität den gemeinnützigen Verein vorgestellt, in dem 36.000 Mitglieder organisiert sind - mehr als die Hälfte davon leben im Ausland. Sie setzen sich jenseits von Deutschtümelei oder Nationalismus überparteilich dafür ein, die deutsche Sprache zu pflegen, vor überbordenden Anglizismen zu schützen und sie im Grundgesetz zu verankern. Unter den Mitgliedern finden sich auch bekannte Namen aus der Kabarettszene wie Jürgen von der Lippe, Dieter Hallervorden oder Hape Kerkeling - quasi der Brückenschlag zum Gewinner der "Eule 2018". 

Der Bergische Sprachpreis wird seit 2012 verliehen, erster Preisträger aus Wuppertal waren 2014 die "Striekspöen", die jetzt die Verleihung 2018 musikalisch einrahmten. Die Laudatio hielt Stadtmarketing-Chef Martin Bang, der den "Wortakrobaten" Trapp würdigte, auch wenn er es selbst nicht immer leicht mit ihm habe. Als Beleg zog er einen Zeitungsausschnitt von 2009 aus der Tasche. Damals hatte Roderich Trapp das seinerzeit verfügbare Sortiment an Postkarten mit Wuppertal-Motiven aufs Korn genommen - mit Sätzen wie: "Grundsätzlich sieht Wuppertal auf den meisten dieser Ansichtskarten so aus, als hätte man in den früheren 70er-Jahren eine orange-blaue Hängebahn in einen Vorort von Bukarest gebaut." Bang: "Leider hatte er nicht ganz Unrecht..." Der Ausschnitt hänge deshalb seit neun Jahren als Mahnung in seinem Büro.

Roderich Trapp bedankte sich auf seine eigene Weise für die Auszeichnung - mit einer satirischen Abhandlung, die er an der Beschriftung einer Schaufensterscheibe am Alten Markt aufhängte. Aus dem Spruch "Wir backen. Du König." leitete er das Plädoyer ab, nicht nur darauf zu achten, dass wir Deutsch sprechen, sonder auch wie...
Seine Rede können Sie am Samstag in voller Länge lesen - natürlich in der Rubrik "Nach Toreschluss". 

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