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Nachruf auf Georg Bürger
Sein ansteckendes Lachen ...

Nachruf auf Georg Bürger: Sein ansteckendes Lachen ...
Immer ein Lächeln auf den Lippen: Georg Bürger. FOTO: Archiv Osswald
Wuppertal. Er war ein Rundschau-Mitarbeiter der ersten Stunde. Einer, der stets Fröhlichkeit verbreitete. Am Samstag vor einer Woche starb Georg Bürger im Alter von nur 65 Jahren. Von Hendrik Walder

Angefangen hatte er in der Redaktion, in Zeiten, als sich das neue Blatt noch erst durchsetzen musste. Sein Credo: Eine Zeitung ist der Spiegel einer Stadt, mit all ihren Schattierungen. Aber sie will den Bürger auch unterhalten, mit ihm in Kontakt treten.

Und genau das war sein Metier, als er nach wenigen Jahren in den Marketing-Bereich wechselte, dort über Jahrzehnte zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen erfand und durchführte. So kreierte er erfolgreiche Spiele wie das Glückstelefon und organisierte Formate wie die Auto-Messen, Presse-Nächte in der Stadthalle oder große Eröffnungsveranstaltungen. Viele Rundschau-Aktionen trugen seine unverwechselbare Handschrift. 

Im Büro-Alltag wusste er gerne auch aus dem Geschehen der turbulenten "Gründerjahre" auf Kommando urkomische Anekdoten zu erzählen. Wie überhaupt Humor, Wortwitz und Schlagfertigkeit hervorstechende Eigenschaften des gelernten Werbekaufmanns waren, mit denen er die Menschen immer wieder gewinnen konnte. Zumal er über die Gabe verfügte, auch über sich selbst lachen zu können – als notorischer Technik-Verweigerer bearbeitete er seine elektrische Gabriele-Schreibmaschine noch, als dieser Typ andernorts schon in Museen ausgestellt wurde.

Als Kollege war Georg Bürger die gute Seele der Rundschau, eine Säule des guten Betriebsklimas, stets hilfsbereit, vielseitig interessiert und für manchen überraschend genau, was formale Dinge betraf. Sein freundliches Wesen, sein ansteckendes Lachen wird nicht nur uns, sondern auch seinen zahlreichen Freunden im Tal fehlen.

Die Rundschau-Radrunde