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Seilbahn: BUND fordert Verzicht auf weitere Prüfungen

Seilbahn: BUND fordert Verzicht auf weitere Prüfungen
Unser Bild zeigt die Seilbahn in Funchal, der Hauptstadt der zu Portugal gehörenden Insel Madeira. FOTO: Klaus-Günter Conrads
Wuppertal. Die Kreisgruppe Wuppertal im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert die Stadtverordneten auf, "keine weiteren Geldmittel für Prüfungen zum Seilbahn-Projekt zu bewilligen". Sie hat dazu entsprechende Mails verschickt.

Sie weist auf drei Aspekte hin: "1. Um die angeblich so umweltverträgliche Seilbahn überhaupt bauen zu können, wäre die Fällung zahlreicher, z.T. alter Bäume erforderlich, deren bereits jetzt vorhandene Funktion für die Reinigung der Stadtluft dann auch nicht durch ,Ersatzpflanzungen‘ aufgefangen werden könnte. 2. Die vorletzte Stütze vor der südlichen Endhaltestelle stünde nach den Vorüberlegungen genau im Quellbereich eines gesetzlich geschützten Fließgewässers, der Hatzenbeck. Das beträfe auch den Schutz des zufließenden Grundwassers, der durch die erforderlichen Gründungen für diese Stütze wohl nicht mehr möglich wäre. 3. Gegen die Seilbahn spräche auch die nicht mögliche Kompensation im Verkehrssystem. Es wäre ein Bärendienst für Wuppertal, wenn die Seilbahn als ,Ersatz‘ für Buslinien in und durch die Südstadt und als Grund betrachtet würde, die Buslinien insgesamt auszudünnen. Den Bürgerinnen und Bürgern könnte dies als Anlass dienen, sich des motorisierten Individualverkehrs als Ersatz für einen nicht mehr ausreichend guten Nahverkehrsanschluss ihres Wohngebietes zu besinnen."

Man unterstütze die Bürgerinitiative "Seilbahnfreies Wuppertal": "Als BUND-Kreisgruppe Wuppertal halten wir es deshalb für nicht erforderlich, die Machbarkeit einer Seilbahn auf dieser Trasse weiter zu prüfen, und bitten Sie deshalb eindringlich, gegen die weiteren Untersuchungen des Projektes zu stimmen."