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MINT-Nachwuchsförderung
Schüler schlüpfen in Lehrer-Rolle

MINT-Nachwuchsförderung: Schüler schlüpfen in Lehrer-Rolle
Die Schülerinnen und Schüler haben u.a. das Innere einer Seifenblase erkundet. FOTO: Thomas Zügge
Wuppertal / . Wie fühlt es sich an, in einer Riesenseifenblase zu stehen? Was verrät der Blick durch ein Wasserprisma? Und wie entsteht aus Kanthölzern eine selbsttragende Brücke?

Antworten auf diese Fragen erhielten 17 Oberstufenschülerinnen und -schüler aus Hagen, Wesel und Wuppertal im Rahmen eines eintägigen Workshops auf dem Grifflenberg: Unterstützt durch Physikdidaktiker der Bergischen Universität und der Ruhr-Universität Bochum absolvierten sie einen Parcours mit verschiedenen Experimenten. Zielsetzung: physikalische Phänomene körperlich erfahren.

Das Treffen fand statt im Zuge von MILeNa – einem Programm zur Förderung des MINT-Lehrkräfte-Nachwuchses. "Daran nehmen profilierte Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Projektschulen teil, die sich selbst in Lehrsituationen im MINT-Bereich ausprobieren möchten und können", erklärt Prof. Dr. Johannes Grebe-Ellis, Leiter der AG Physik und ihrer Didaktik an der Bergischen Universität. "Die Begleitung erfolgt primär an der eigenen Schule und wird ergänzt durch Schüleraustausch und universitäre Workshops."

Im Fokus des Treffens in Wuppertal standen pädagogische Potenziale außerschulischer Lernorte mit einem Schwerpunkt auf Science Centern wie dem Phänomania in Essen. "An den einzelnen Stationen unseres Parcours konnten die Schülerinnen und Schüler erleben und reflektieren, wie es ist, mit allen Sinnen zu erfahren, sozial zu kooperieren und spielerisch zu lernen", erläutert Dr. Marc Müller, Mitarbeiter in der AG Physik und ihre Didaktik, das Konzept des Workshops. Gedacht war das Ganze auch als Vorbereitung: Im März verbringt der MILeNa-Lehrgang zwei Tage im Göttinger Experimentallabor XLAB.

MILeNa wird von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung gefördert. Die Durchführung liegt in den Händen des nationalen Excellence-Schulnetzwerkes MINT-EC – in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten der Region.

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