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Massiver Polizeieinsatz am Samstag
Rechte kündigen „Mahnwachen“ an

Massiver Polizeieinsatz am Samstag: Rechte kündigen „Mahnwachen“ an
Symbolfoto. FOTO: Polizei
Wuppertal. Ab Samstagmittag (9. Juni) ist im gesamten Innenstadtgebiet mit einem massiven Polizeieinsatz zu rechnen. Von Dirk Lotze

Grund sind Kundgebungen der Partei Die Rechte, die diese Organisation für Plätze entlang der Talachse angemeldet habe. Darüber informiert die Polizei. Womöglich wird die Schwebebahn betroffen sein: Demonstranten könnten versuchen, sie als Transportmittel zwischen den Aktionen zu nutzen.

Bürgerliche und linke Gruppen mobilisieren derzeit Protest im Internet. Laut Präsidium hat die Rechte sogenannte Mahnwachen auf dem Berliner Platz, auf dem Alten Markt, an der Alten Freiheit in Elberfeld und auf dem Lienhardplatz in Vohwinkel angekündigt. Ab 12 Uhr solle es im Stundentakt in dieser Reihenfolge durchs Tal gehen. Eine halbe Stunde lang wolle die Gruppe an jeweils einem Ort bleiben. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer seien angemeldet.

Ein Polizeisprecher erklärte: "Wir werden mit zahlreichen Kräften vor Ort sein und darauf achten, die Gruppen zu trennen." Insbesondere solle es kein gefährliches Zusammentreffen in der Schwebebahn geben. Eine Anmeldung liege für Protestaktionen noch nicht vor.

Laut öffentlichen Mitteilungen der Rechten soll die Aktion auf eine Demonstration der Partei eine Woche später (16. Juni) hinweisen, zwischen Berliner Platz und Kluse. Deren Motto laute "Gemeinsam gegen Überfremdung und Sozialabbau". Gegenkundgebungen werden laut Aufrufen im Internet unter dem Titel "Kein Nazi-Aufmarsch der Holocaust-Leugner und Ausländerfeinde" laufen.

Das Wuppertaler Bündnis gegen Nazis organisiert für Mittwoch (13. Juni) 19 Uhr einen Informationsabend zur rechten Demo in der Färberei (Am Stennert in Oberbarmen). Der Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde, Leonid Goldberg und der SPD-Landtagsabgeordnete Josef Neumann sind als Redner angekündigt.

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