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Elektromobile Dienstleistungsinnovationen
Projekt EmoTal wird verlängert

Elektromobile Dienstleistungsinnovationen: Projekt EmoTal wird verlängert
Verbundkoordinator Dr. Sigund Schimanski (hinten Mitte) und die Arbeitsgruppe Human Factors Engineering. FOTO: Uni Wuppertal
Wuppertal. Das von der Bergischen Universität Wuppertal koordinierte Verbundprojekt "EmoTal – Nutzerzentrierte Elektromobilität Wuppertal" befasst sich seit zwei Jahren mit der Entwicklung nutzerzentrierter Dienstleistungsinnovationen im Bereich Elektromobilität. Die erste Projektphase ist seit diesem Herbst abgeschlossen. Auf Grundlage der Ergebnisse ist inzwischen ein weiteres Jahr zur Evaluierung der erarbeiteten Dienstleistungsinnovationen bewilligt worden.

Für die Entwicklung speziell nutzerzentrierter Dienstleistungsinnovationen untersucht das Verbundprojekt EmoTal die Erfahrungen, Bedürfnisse und Wünsche realer Elektromobilisten aus der Region. Ziel von EmoTal ist die Schaffung eines nutzerfreundlichen und bedarfsgerechten Dienstleistungsangebots für eine attraktivere Elektromobilität. In zweijähriger Forschung sind hierfür entsprechende Prototypen entstanden.

So wurde ein "E-Fitnessbike" entwickelt, das die Funktionen des Ergometers mit denen des Pedelec kombiniert. Dem Nutzer ist es freigestellt, ein individuelles Fitnessprogramm zu absolvieren oder sich bei der Fahrt unterstützen zu lassen. Eine begleitende App bietet zudem vielseitige Weginformationen sowie eine Routenplanung nach persönlichen Streckeninteressen. Ferner waren die speziellen Anforderungen von Elektro-Fahrzeugen an Reparatur, Wartung und Unfallsicherung der Hintergrund für die Entwicklung von "E-Schulungen/Zertifizierungen" für Werkstätten sowie Rettungs- und Sicherheitskräfte. Neben der Erhöhung der Sicherheit soll so das Angebot von Werkstätten zum Vorteil von Betreibern und Nutzern gesteigert werden. Eine weitere Dienstleistungsinnovation von EmoTal sind "dynamische E-Versicherungsmodelle" für eine finanziell ansprechendere Tariflandschaft. Die Verlängerung des Verbundprojektes bis zum 31. August 2017 dient der Überprüfung der bisher erzielten Ergebnisse.

"Unsere Vorhaben wären ohne die engagierte Unterstützung der zahlreichen Nutzer so nicht möglich gewesen. Mit ihren Informationen und Einblicken konnten wir entscheidende Aufschlüsse über die reale Nutzung gewinnen", bedankt sich der Verbundkoordinator Dr. Sigmund Schimanski von der Arbeitsgruppe Human Factors Engineering an der Bergischen Universität. "Wir freuen uns sehr über die Bewilligung der nächsten Projektphase. Nach zwei Jahren Konzeption und Entwicklung können sich unsere Ergebnisse jetzt dem Praxistest stellen." In den kommenden Monaten werden die erarbeiteten Prototypen in der Versuchsumgebung des Bergischen Landes geprüft und optimiert. Die finalen Ergebnisse werden Nutzern und Fachwelt im Verlauf des Jahres 2017 präsentiert.

Das Verbundprojekt EmoTal wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Arbeitsgruppe Human Factors Engineering koordiniert das insgesamt dreijährige Verbundprojekt. Kooperationspartner sind das Arbeitsgebiet Elektromobilität der Bergischen Universität, der Lehrstuhl für Operations Management an der RWTH Aachen, die Stadt Wuppertal, der TÜV NORD Bildung und das Maklerhaus Schmitz Horn Treber.

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