| 12.00 Uhr

Noch eine Kirche weniger

Noch eine Kirche weniger
Ein Blick in das Innere der Kirche St. Petrus. Interessierte können das Gebäude virtuell und dreidimensional besichtigen. FOTO: Klaus-Günther Conrads
Wuppertal. Stark gesunkene Mitgliederzahlen, weniger (Kirchen-)Steuereinnahmen, aber auch zu wenig Priester zwangen die Barmer Pfarreigemeinschaft Wupperbogen-Ost jetzt, sich von der St. Petrus-Kirche an der Ecke Eschensiepen und Laaken in Beyenburg zu trennen. Von Klaus-Günther Conrads

1910 wurde die Kirche eingeweiht. Vom Ursprungsbau ist nur noch der Turm erhalten. Als der Hang absackte und sich im Mauerwerk tiefe Risse bildeten, musste die Kirche 1959 wegen Baufälligkeit geschlossen werden. Die seit 1961 selbstständige Pfarrei entschloss sich 1962 zum Neubau. Die provisorische Nutzung dauerte von 1966 bis 1977. Die letzte Heilige Messe fand in St. Petrus am Heiligabend 2015 statt.

Zur Zukunft der Kirche sagt Gemeindereferent Max Straetmanns: "Das Gotteshaus soll verkauft werden. Es bleibt solange sakral, bis es durch Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki profaniert wird."

Kirchenvorstandsmitglied Heinz Brak: "Wir sind noch eine kleine aktive Gruppe von 20 Personen. Bisher hatten wir am ersten Sonntag im Monat eine Heilige Messe mit Pfarrer und am dritten Sonntag einen offiziellen Wortgottesdienst mit Gemeindereferent. Vielleicht findet einmal im Monat ein Wortgottesdienst ohne Pfarrer statt."

Zum Kirchkomplex gehören die Kirche, das ehemalige Pfarr- und Wohnhaus mit zwei Wohnungen, Pfarrbüro und Pfarrsaal, Garage und Grundstück. Ein Verkauf war trotz Einschaltung von Maklern und Architekten bislang erfolglos.

Heinz Brak: "Aktuell haben wir noch einen konkreten Investor, der im Januar um einen Besichtigungstermin zusammen mit dem Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal gebeten hat. Er plant, Decken und Wände in die Kirche einzuziehen und eine Form von Stadthaus darin zu errichten. Die äußere Hülle der Kirche würde erhalten bleiben und es entstände neuer Wohnraum.

Die Rundschau-Radrunde