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Bergische Uni
Nachhaltige Schülerfirmen

Bergische Uni: Nachhaltige Schülerfirmen
Das Logo der Bergischen Uni. FOTO: Bergische Uni
Wuppertal. Wie entstehen nachhaltige Geschäftsideen? Was ist bei der Gründung von Unternehmen zu beachten? Welche Bildungsformate unterstützen Schülerinnen und Schüler bei diesem Prozess? Und welche regionalen Netzwerke können helfen? Antworten auf diese und andere Frage will das Projekt "Nachhaltige Schülerfirmen im Bergischen Land" liefern.

Das hat die Bergische Universität Wuppertal gemeinsam mit "KURS 21" und dem "Genossenschaftsverband – Verband der Regionen". entwickelt hat. Gefördert wird das auf drei Jahre angelegte Vorhaben fachlich und finanziell durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit einem Volumen von knapp 125.000 Euro.

Thomas Pyhel, DBU-Fachreferent für Umweltbildung: "Nachhaltige Unternehmen wirtschaften sozial, umweltfreundlich und ökonomisch. An diesem zukunftsfähigen Ansatz sollen sich auch die Schülerfirmen orientieren und neue Geschäftsfelder entwickeln."

Professor Christine K. Volkmann, Direktorin des Jackstädtzentrums für Unternehmertums- und Innovationsforschung sowie Leiterin des Lehrstuhls für Unternehmensgründung und Wirtschaftsentwicklung und des UNESCO-Lehrstuhls für Entrepreneurship und Interkulturelles Management, freut sich: "Mit dem Projekt 'Nachhaltige Schülerfirmen im Bergischen Land‘ soll die Kooperation zwischen der Bergischen Universität, regionalen Schulen sowie Unternehmen gestärkt werden. Ziel ist es vor allem, im Kontext nachhaltiger Geschäftsideen das unternehmerische Denken und Handeln junger Menschen zu fördern."

In Kooperation mit "KURS 21" und dem "Genossenschaftsverband – Verband der Regionen" soll damit ein schlagkräftiges Netzwerk entstehen, das Schülerfirmen bei der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Geschäftsideen unterstützt. Geplant ist u.a. die Entwicklung eines Zertifikates, das die Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit erwerben können. Durch diese Maßnahme soll nicht zuletzt auch die Zusammenarbeit zwischen Universität und regionalen Schulen weiter gestärkt werden.

Norbert Peikert, 1. Vorsitzender der Bildungsinitiative "KURS 21" zeigt sich begeistert: "Von der Kooperation profitieren alle: die Schulen der Region, weil sie ihre Angebote im Bereich der Schülerfirmen erweitern und nachhaltiger gestalten können, die Schülerinnen und Schüler, weil sie ihr wirtschaftliches Wissen einsetzen können, ihre sozialen Kompetenzen erproben und dabei gleichzeitig nachhaltiges Handeln kennenlernen können, und nicht zuletzt die nachhaltig ausgerichteten Unternehmen der Region, weil sie ihr Engagement transparent machen und an den Nachwuchs der Region weitergeben können."

Die Beteiligung des "Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen". ermöglicht es dem Netzwerk außerdem, Schülerfirmen in Form von Schülergenossenschaften zu gründen. Diese Konstruktion trägt wesentlich dazu bei, die jungen Firmen über mehrere Schülergenerationen nachhaltig zu entwickeln und zu erhalten. Auch ist der den Genossenschaften innewohnende Charakter zur Verfolgung gemeinsamer und bisweilen gemeinnütziger Ziele sehr gut geeignet, nachhaltige Geschäftsideen zu fördern.

Pyhel: "Insgesamt kann mit dem Vorhaben ein Modellprojekt realisiert werden, das auch auf andere Bundesländer übertragbar ist."