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Verabschiedung von Schwester Michael
Letzte Borromäerin verlässt das Kapellchen

Verabschiedung von Schwester Michael: Letzte Borromäerin verlässt das Kapellchen
Können auf viele gemeinsame Jahre zurückblicken: Pfarrer Bernhard Strunk (li.), Schwester Michael und Hans Osterberg im Anschluss an den Festgottesdienst. FOTO: Stadtdekanat
Wuppertal. Sie gehörte zu den guten Seelen im Kapellchen. Nun verlässt Schwester Michael (75) das St.-Josef-Krankenhaus und blickt auf über 40 Dienstjahre in Elberfeld zurück. Die Ordensschwester zieht in das Mutterhaus des Ordens in Trier. Die Verabschiedung von Schwester Michael wurde mit einem Festgottesdienst begangen.

Schwester Michael trat 1961, mit 19 Jahren, in den Orden der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus ein. Im St. Josef-Krankenhaus hat sie 30 Jahre lang die im Jahr 1917 eingerichtete Krankenpflegeschule geleitet. Nach der Schließung der Schule wechselte sie in die Pflegedienstleitung. Zudem war Schwester Michael 40 Jahre lang Schulschwester. Ihren Namen hat Schwester Michael vom Orden erhalten - dieser geht auf den Erzengel Michael zurück.

Die Geschichte der Borromäerinnen im Kapellchen begann 1856. Auf Initiative von Johann Gregor Breuer wurde im Jahr 1849 der Bau eines Krankenhauses in Elberfeld geplant. Grundsteinlegung war im März 1854. Bereits 1856 zogen dann die ersten drei Ordensschwestern ins Kapellchen ein. Zeitweise taten bis zu 35 Schwestern ihren Dienst im Krankenhaus.

Den Namen "Kapellchen" erhielt das Krankenhaus von der Bevölkerung aufgrund des auffälligen Kapellenbaus.