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Einsatz am Wupperufer
Kampf gegen den Bärenklau

Einsatz am Wupperufer: Kampf gegen den Bärenklau
Die Herkulesstauden haben sich stark ausgebreitet. FOTO: Stadt Wuppertal
Wuppertal. Das "Wupper Putz Team" entfernt momentan den hochgiftigen Riesen-Bärenklau entlang der Wupper. Die Herkulesstauden werden bis an die Wurzeln abgeschnitten, zudem wird die Hauptblüte entfernt.

Zunächst war der Bereich rund um die Adlerbrücke an der Reihe. In den nächsten Tagen werden  die Stauden vom Berliner Platz bis zur Wupperbrücke Stennert beschnitten.

"Die Stauden sind hochgiftig. Allein die Berührung insbesondere in Verbindung mit Sonnenlicht kann Hautentzündungen über Fieber bis hin zu Verbrennungen erzeugen. Denn der Stängelsaft der Herkulesstaude enthält sogenannte Furocumarine. Wenn der austretende Saft der Staude auf die Haut tropft und die Haut UV-Strahlen ausgesetzt ist, entfaltet die Pflanze ihre schädliche Wirkung", so der Eigenbetrieb Straßenreinigung (ESW).

Die Arbeiter sind in Schutzanzüge mit langer Hose und langen Ärmeln mit Handschuhen, einer Kopfbedeckung und Brille für den Schutz bei den Rückschneidearbeiten unterwegs. Eine effektive Bekämpfung der Herkulesstaude muss im Frühjahr beginnen, bevor sich im Juni gewaltige Blütenstengel von drei bis vier Metern Höhe ausbilden.

Wupperufer wird gesäubert FOTO: Stadt Wuppertal

Der ESW koordiniert die Reinigungsarbeiten vor Ort. Das "Wupper Putz Team" geht aus dem Modellprojekt "Sauberes Wupperufer" der AWG und GESA GmbH hervor. "Arbeitslose Frauen und Männer aus Wuppertal, die Leistungen nach dem SGB II beziehen, reinigen die Wupper und qualifizieren sich durch die Vermittlung von theoretischem und praktischem Wissen zugleich für den ersten Arbeitsmarkt", heißt es. Das Projekt startete am 1. Dezember 2016 und endet am 30. November 201.

Das Team besteht aus sechs Mitarbeitern und einem Anleiter, einem erfahrenen Mitarbeiter der AWG/ESW, der die Umsetzung am Wupperufer lenkt. Kernaufgaben sind das Säubern, Pflegen, Unterhalten und ggf. Herrichten des Wupperufers. Dazu gehören z.B. das Entfernen von Graffiti und Farbschmierereien, die Beseitigung von unerwünschten Pflanzen, kleinere Grünpflegearbeiten und die Beseitigung von "Dreckecken". Hinzu kommt theoretisches Wissen.