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Diskussion um Seilbahn
Initiative: Nur wenige Studenten nutzen ÖPNV

Diskussion um Seilbahn: Initiative: Nur wenige Studenten nutzen ÖPNV
Blick auf die Haltestellen am Kleeblatt in der Südstadt, die in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs liegen. FOTO: Rundschau
Wuppertal. Die Initiative "Seilbahnfreies Wuppertal" geht davon aus, dass nur ein "kleiner Bruchteil der Eingeschriebenen" der Bergischen Uni tatsächlich den ÖPNV in der Vorlesungszeit nutzt.

"Der immer wiederkehrende Verweis auf über 25.000 Studenten und Bedienstete der Universität verschleiert den tatsächlichen Nutzerkreis einer Seilbahn. Gerade einmal 3.400 Fahrgäste steigen an der Haltestelle Universität aus, wie eine im Auftrag der WSW durchgeführte Verkehrszählung von PGV Köln in den verkehrsstärksten Wochen im Wintersemester 2015/16 gezeigt hat", heißt es in einer Stellungnahme. "Die Campi Haspel und Freudenberg werden von einer Seilbahn gar nicht bedient. Insbesondere wird der Freudenberg durch die geplanten Buskürzungen deutlich schlechter angebunden."

Auch der Campus Grifflenberg profitiere in der Hauptverkehrszeit nicht von einer Seilbahn, "da das heutige Busangebot in den Spitzenzeiten um 8 Uhr und um 10 Uhr deutlich mehr Plätze als die Seilbahn anbietet. Wenn Busse zur Universität zu Stoßzeiten schon überfüllt sind, wird dies mit der Seilbahn, aufgrund derer geringeren Kapazität, erst recht der Fall sein." Ein Wachstum der Studierenden- und Fahrgastzahlen sei mit der Seilbahn gar nicht möglich.

Die Seilbahn werde "mit Buskürzungen in der gesamten Südstadt erkauft". Die Folge sei unweigerlich "eine deutliche Zunahme des Autoverkehrs. Mit der neuesten Standardisierten Bewertung könnten "alleine zwischen Cronenberg und Elberfeld eine Zunahme des PKW-Verkehrs von über 5 Millionen km nachgewiesen werden".