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Aktion der "Seebrücke Wuppertal"
45 symbolische Tote in der City

Aktion der "Seebrücke Wuppertal": 45 symbolische Tote in der City
Alte Freiheit: Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Initiative Seebrücke legten sich nebeneinander in die Fußgängerzone, um für notwendige Fluchtwege über das Mittelmeer zu demonstrieren. Auf Zetteln zeigten sie Namen von Ertrunkenen. FOTO: Lotze
Wuppertal. Mit zwei Aktionen in der Fußgängerzone der Elberfelder City zeigte sich die Initiative "Seebrücke Wuppertal" am Samstagmittag (4. August 2018). 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer symbolisierten ertrunkene Opfer der Grenzpolitik, indem sie sich an der Alten Freiheit und später auf der Herzogstraße niederlegten. Von Dirk Lotze

Bei den kurzfristigen Aufläufen, so genannten Flashmobs, forderten sie "Stoppt das Morden und die Abschiebungen an den EU-Außengrenzen" und erklärten "Wuppertal bleibt eine solidarische Stadt". Dabei zeigten sie die Namen Ertrunkener auf weißen Zetteln. Die Gruppe sammelte Spenden, die der zivilen Rettungsorganisation "Sea Eye" zugute kommen sollen.

Ein Teil unterstützte am Nachmittag eine Kundgebung der Bewegung Seebrücke in Solingen. Weitere Demonstrationen fanden in Köln und im Ruhrgebiet statt.

Für die Wuppertaler Aktionen zogen die Organisatoren ein postives Fazit. "Nach der erfolgreichen Demonstration von vergangener Woche war heute erneut zu sehen, dass viele Menschen die Politik der Europäischen Union, das Sterben im Mittelmeer und die Kriminalisierung von Seenotretterinnen und Seenotrettern nicht akzeptieren. An den Reaktionen der Passantinnen und Passanten merkte man, dass sie diesen Anliegen positiv gegenüberstehen. Das motiviert uns, weitere Aktionen zu planen", sagte Sonja Grabowsky von der Initiative Seebrücke Wuppertal.

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