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Aus dem Tagebuch der Redaktion
Wir sind Trasse!

Aus dem Tagebuch der Redaktion: Wir sind Trasse!
Die "Utopiastadt" war ein Besuchermagnet. FOTO: Jens Grossmann
Irgendwann am Sonntagnachmittag war es da. Dieses wunderbare Gefühl, das sich in Wuppertal immer mal wieder einstellt, wenn alles plötzlich zusammenpasst und man unsere Stadt einfach nur richtig gut findet. Von Nicole Bolz

Spaziergänger, Radfahrer, Inline-Skater, Kinder, Hunde und Jogger – an diesem Tag fanden sie alle ganz friedlich ihren Platz auf der Trasse. Und das obwohl rund 50.000 kamen, um den insgesamt 300 Kilometer langen Panorama-Radweg einzuweihen. Eine ganz neue Freizeitqualität in Wuppertal, die vor allem durch die Vision Carsten Gerhardts und der "Wuppertalbewegung" realisiert wurde. Und die nicht nur Wuppertaler ins Schwärmen bringt, sondern Menschen aus der ganzen Region – und darüber hinaus. Die Trasse macht auf ganz selbstverständliche Art das, worum man sich an anderer Stelle häufig so verkrampft bemüht: Werbung für unsere Stadt. "Die Trasse", so freute sich etwa Carsten Gerhardt, "konnte sich von ihrer besten Seite zeigen."

Visionen hatte (und hat) auch das Team von "Utopiastadt" um Initiator Christian Hampe. Seit 2011 entwickeln die Utopisten im Mirker Bahnhof direkt an der Nordbahntrasse ihre Ideen eines ganz modernen Think-Tanks, Veranstaltungsortes und Treffpunkts. Und ein Treffpunkt war der Mirker Bahnhof auch beim Trassenfest am Sonntag. Rund um die Bühne herrschte den ganzen Tag über allerbestes Festival-Feeling. Die Bands waren großartig, die Organisation reibungslos, die Besucher entspannt und der Himmel blau. Bis spät in den Abend wurde hier friedlich und freudig gefeiert.

Wer seinen Blick über diese Szene schweifen ließ, den überkamen Großstadtgefühle der besten Art. Und auch die Helfer wie David J. Becher schwärmten noch einen Tag später von dieser ganz besonderen Stimmung, die Besucher, Musiker und das Team prägten. "Es gab so viel positive Resonanz von allen Seiten – unser Plan ist voll aufgegangen."

Hier wurde auch dem letzten Wuppertaler klar, welches Potenzial dieses Gelände und die Idee eines Utopiastadt-Campus' hat – und damit auch unsere Stadt. Was es braucht, sind Menschen wie Carsten Gerhardt und Christian Hampe, die solche Utopien haben – und diese mit der Hilfe von vielen Ehrenamtlichen umsetzen. Denn das ist die Idee einer Stadt, in der wir alle gerne leben möchten. Lebendig, offen und kreativ. Am Sonntag konnte man an dieser Vision schnuppern. Danke an alle, die das möglich gemacht haben.

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
 
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