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Aus dem Tagebuch der Redaktion
Selfie mit Sofi

Aus dem Tagebuch der Redaktion: Selfie mit Sofi
FOTO: Bettina Osswald
Früher war alles besser? Von wegen! Ich erinnere mich noch gut an die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999. Was war das damals für ein Aufstand: Alle raus auf den Parkplatz am ehemaligen Rundschau-Standort Otto-Hausmann-Ring, die unter großen Kämpfen erworbenen Sonnenfinsternis-Brillen auf die Nase gesetzt – und dann schön in die reichlich vorhandenen Wolken geguckt und eigentlich nix gesehen. Nur dunkel wurde es... Von Roderich Trapp


Und 2015? Da gab's für uns Sofi vom Allerfeinsten direkt vom Redaktionsfenster aus! Dank einer perfekten hochnebelartigen Bewölkung über dem Johannisberg konnten wir die Sichel sogar ganz ohne Schutzbrille in fast allen Stadien 1a verfolgen. Und dabei gleichzeitig unten auf der Straße die Geburt einer neue fotografischen Disziplin beobachten, an die 1999 noch niemand gedacht hätte: Selfie mit Sofi!

Genauer gesagt handelt es sich dabei um den Versuch, die Sonnenfinsternis im Hintergrund mit sich selbst im Vordergrund abzulichten. Das Problem dabei: Die Sonnenfinsternis geht– wie der Name schon sagt – mit einem nicht unerheblichen Verlust an Tageslicht einher. Mit der Konsequenz, dass auf den Handyfotos entweder die Sonnenfinsternis über- oder der Mensch im Vordergrund unterbelichtet ist. Wir haben uns in diesem Zielkonflikt für Variante zwei entschieden (links oben), weil der Wert der historischen Aufnahme sonst tendenziell gegen Null gehen würde. Das macht aber nichts, weil wir die handelnden Personen auch noch in hell auf dem Gruppenbild von 1999 (links unten) vorrätig haben. So fügt sich 16 Jahre später alles zusammen...


Apropos Finsternis: Die herrscht auch im Herzen der Anhänger von Bayern München, nachdem ihr Star-Ensemble am Sonntag vom Taktik-Magier Lucien Favre beim 0:2 gegen Borussia Mönchengladbach komplett entzaubert wurde. Aufmerksame Leser des Redaktionstagebuch werden sich an die diesbezügliche Wette zwischen Redakteur Jörn Koldehoff (Bayern) und Rundschau-Geschäftsführer Lutz Rensch (Gladbach) erinnern. Nach unseren Unterlagen müsste da gleich ein "Roter" im grün-weiß-schwarzen Fohlen-Trikot durch die Tür kommen. Und das auch an den nächsten vier Tagen am Schreibtisch tragen. Bisher ist noch nichts zu sehen. Wir halten Sie auf dem Laufenden..

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