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Immobilien-Rundschau
Wissenswertes über Fördermittel für Eigentümer und Mieter

Immobilien-Rundschau: Wissenswertes über Fördermittel für Eigentümer und Mieter
Frank Müller gehört mit seinem Büro „fmi“ zu den größten Maklern in Wuppertal. Er stützt sich auf mehr als 25 Jahre Erfahrung am lokalen Markt und verfügt über mehrere nationale und internationale Qualifikationen in der Immobilienwirtschaft. FOTO: fmi
Wuppertal. Immobilien kaufen, besitzen und verkaufen - das ist auch in Wuppertal ein Thema mit vielen Fragezeichen. Führende Marktexperten erklären in der Rundschau, was Anbieter und Interessenten wissen sollten. Heute: Frank Müller über direkte Zuschüsse des Staates für kleine und große Bauvorhaben.

Einige direkte Förderungen als echte Investitionszuschüsse gibt es von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Hier einige Beispiele:

Altersgerecht Umbauen kann einen sofortigen Zuschuss von bis zu 6.250 Euro bringen. Wer Barrieren im Ein- oder Zweifamilienhaus oder der selbstgenutzten Eigentumswohnung reduziert kann sich 10 bis 12,5 Prozent der Kosten erstatten lassen. Förderfähig sind zum Beispiel altersgerechte Badumbauten oder Barrierebeseitigungen im Innen- und Außenbereich des Hauses. Auch elektrische Rolläden, Torantriebe für das Garagentor, Treppenlifte etc. können förderfähig sein.

Der Einbruchschutz ist ebenfalls förderfähig. Hier werden die ersten 1.000 Euro Investitionskosten mit 20 Prozent bezuschusst, die übersteigenden Investitionen zu 10 Prozent. Hier sind etwa Gegensprechanlagen, Videokamerasysteme, Alarmanlagen, einbruchhemmende Türen, sichere Schließsysteme und Ähnliches förderfähig.

Die energieeffiziente Sanierung wird ebenfalls bezuschusst. Der Staat beteiligt sich mit bis zu 15 Prozent der förderfähigen Investitionskosten beispielsweise an Heizungsmodernisierungen, dem Fensteraustausch etc. Der Zuschuss kann bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit betragen.

Baukindergeld wird Familien mit mindestens einem Kind beim Immobilienerwerb gezahlt. Die Förderung beträgt bis zu 12.000 Euro je Kind (Näheres dazu: hier klicken). Neben den direkten Förderungen werden zahlreiche Programme zusätzlich durch günstige Kredite unterstützt. Zum Beispiel werden für die Programme "altersgerecht umbauen" und "Einbruchschutz" derzeit Darlehen zu einem Zinssatz in Höhe von 0,75 Prozent angeboten, bei einer fünfjährigen Zinsfestschreibung.

Alle Programme sind an Bedingungen geknüpft. Beispielsweise ist meist erforderlich, dass der Förderantrag vor Maßnahmenbeginn gestellt wird beziehungsweise die Förderzusage erteilt wurde. Es empfiehlt sich also, die Angebote und Förderrichtlinien sorgfältig zu studieren (www.kfw.de) oder einen spezialisierten Finanzierungsberater hinzuzuziehen.

Wer in der Vergangenheit KfW-Darlehen in Anspruch genommen hat, die noch nicht zurückgezahlt sind, dem sei empfohlen, sich die vereinbarten Zinssätze anzusehen. Bei älteren KfW-Darlehen liegen diese heute teils über den Zinssätzen, die Hausbanken aktuell verlangen. Hier kann sich der Vergleich – und nicht selten der Ausstieg aus dem KfW-Darlehen – lohnen.

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