Ich checke weltweit die Charts, höre mir Neuerscheinungen an, schaue auf Tour- bzw. Konzerttermine oder bin auch sehr gerne mit dem Stöbern in meinem eigenen großen Musik-Archiv beschäftigt mit Musik in all ihren Facetten und Sprachen.
Aber seit heute ist es wieder soweit, dass ich den ESC 2026 wieder höre – und sehe! Das liegt daran, dass Universal-Music gerade die DVD zum ESC 2026 in Wien veröffentlicht hat. Ich freue mich riesig darüber. Jetzt werde ich mir diese DVD genüsslich zu Gute führen. Einmal natürlich dient diese DVD als absolutes Erinnerungsstück, aber dann auch für mich als eine Ideen-Hilfe.
Warum? Am 10. Oktober 2026 findet im Kölner Gloria-Theater das jährliche europäische ESC-Treffen des ECGermany statt. Hier werde ich mit zwei langjährigen musikalischen Freunden mitunter etwas für das Rahmenprogramm ausarbeiten. Und diese DVD ist top für mich, um mir jeden Auftritt noch einmal zu Gemüte zu führen und erneut die Auftritte und ihre Besonderheiten zu entdecken.
Ja, es war ein wirklich turbulenter ESC dieses Jahr. Leider schaffte unser Lied „Fire“, fantastisch interpretiert von Sarah Engels, es nur auf einer der hinteren Plätze. Der ESC durfte ja bekanntlich sein großes 70. Jubiläum in Wien feiern, und ich denke nach wie vor mit großer Freude daran: Die Organisation war fantastisch, und die Wiener Stadthalle, die ca. 16.000 Plätze bot, erwies sich als tolle Location.“
Der ESC ist und bleibt das größte Musik-Event der Welt, aber trotzdem vermeldete die Europäische Rundfunkunion (EBU) einen historisch starken Rückgang der klassischen Fernsehzuschauer, denn im Gegensatz zu Basel in 2025 mit 166 Millionen im Finale, erreichte Wien nur 131 Millionen Zuschauer im Finale. Das lag natürlich auch daran, dass fünf Länder den ESC wegen der Teilnahme Israels boykottierten. Dies war aber jetzt für die Organisatoren keine Überraschung, denn allein die „Boykottländer“ standen im Vorjahr für ein Publikum von zusammen mehr als 28 Millionen Menschen. Jedoch gab es aber neben dem Boykott auch ein geringeres Interesse in Großbritannien, Frankreich und Polen.
Doch kommen wir zum Positiven des diesjährigen ESC: Der Siegersong und mitreißende Dance-Track „Bangaranga“ aus Bulgarien der Sängerin Dara erwies sich als ein Mega-Hit. Nicht nur in Deutschland, sondern europaweit kam er auf Platz 1.
Das weitere Positive ist die unglaublich hohe internationale Stimmen-Beteiligung! Fans aus unglaublich 148 Ländern gaben ihre Stimmen ab. Außerhalb der Teilnehmerstaaten gehörten die USA, Kanada, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate zu den aktivsten Voting-Märkten. Seit 2023 dürfen Länder als sogenannte „Rest-of-the-World“-Stimme im Internet mitvoten. Das fließt in das Zuschauerergebnis mit ein.
Während das TV-Publikum zwar schrumpfte, legte der ESC dafür aber online weiter zu. Auf Social Media wurden bis Ende Mai mehr als 2,75 Milliarden Aufrufe gezählt, und trotz des Gesamtrückgangs verzeichnete die EBU Zuwächse beim jungen Zielpublikum.
Schauen wir mal nicht nur zurück, sondern auch eine Neuigkeit für das nächste Jahr, dass großes Interesse auslöste: Kanada wird beim ESC 2027 dabei sein und somit nach Australien im Jahr 2015 das nächste „neue“ Land bei dem europäisch geprägten Musikwettbewerb sein. Am 25. Juni 2026 wurde CBC/Radio-Canada als Vollmitglied in die EBU aufgenommen. Nur wenige Tage später, am 1. Juli, gab die EBU bekannt, dass Kanada am ESC 2027 sein Debüt geben wird. Die Kanadier sind darüber megaglücklich. Und das lässt sich auch schon daran erkennen, dass sie am kanadischen Nationalfeiertag, dem „Canada Day“ am 1. Juli, groß in den Medien verkündeten: „Kanada wird am ESC 2027 in Bulgarien dabei sein!“
»Unsere Teilnahme erlaubt es, kanadische Talente auf einer der berühmtesten Musikbühnen der Welt zu präsentieren«, freute sich die Präsidentin der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt, Marie-Philippe Bouchard. Wie es weitergeht und wie der Act gewählt wird, ist noch nicht bekannt. Kanada wird sich ganz regulär wie Australien im Halbfinale qualifizieren müssen.
Wie die EBU am Mittwochmittag mitteilte, sei das kanadische Interesse am ESC extrem groß. In dem „Rest of the World“-Votum, bei dem Zuschauerinnen und Zuschauer aus nicht teilnehmenden Ländern sich an der Publikumsabstimmung beteiligen können, seien 2026 die drittmeisten Stimmen aus Kanada gekommen. Auch seien viele Kanadierinnen und Kanadier nach Wien angereist und hätten Tickets für die ESC-Shows erworben.
Eines ist auf jeden Fall sicher, dass die Kanadier sehr hochwertige Künstler bzw. Künstlerinnen haben. Allen voran natürlich Celine Dion, die 1988 als Kanadierin im ESC für die Schweiz antrat und mit dem Song „Ne partez pas sans moi“ gewann und damit den Grundstein ihrer Karriere legte.
Viele weitere sehr gute kanadische Stars gab es übrigens seitdem im ESC, aber eben nicht für ihr Land Kanada. Darauf gehe ich dann bestimmt noch einmal in einem Artikel ein, wenn noch mehr Infos über den kanadischen ESC-Beitrag bekannt wird. Ich bin mir sicher, dass es nächstes Jahr bestimmt einen großen Zuwachs an Teilnehmerstaaten sowie Publikumsinteresse weltweit geben wird.
Weitere Details folgen dann, aber jetzt lege ich erst einmal die DVD zum ESC 2026 ein und werde alle Auftritte noch einmal genüsslich anschauen. Ich kann die DVD jedem empfehlen und sende viele musikalische Grüße, Euer Euro-Music-Peter!