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Die Rundschau-Chronik 2016
Y wie Yippie!

Die Rundschau-Chronik 2016: Y wie Yippie!
Volles Haus im Rathaus-Lichthof bei der Vorstellung des Seilbahn-Bürgergutachtens am 4. November. Zahlreiche der 48 Bürger, die das Gutachten ausgearbeitet hatten, waren selbst dabei. FOTO: Max Höllwarth
Wuppertal. Es ist vor allem der September 2016 gewesen, der das Thema Bürgerbeteiligung in Wuppertal so richtig ins Scheinwerferlicht rückte. Fast genau ein Jahr, nachdem die Stadt sich mit einem neuen Dezernat plus entsprechendem Personal auf die zukunftsorientierte Schiene moderner Bürgermitsprache gesetzt hatte, gab es schwerpunktmäßig im Spätsommer ganz viel zu berichten. Von Stefan Seitz

Nicht nur in Sachen Umfeldgestaltung Berliner Platz, Forensik, Bürgerhaushalt und Bürgerbeteiligungsleitlinien waren ganz unterschiedliche Menschen aus verschienenen Stadtteilen in Gruppen, Diskussionsrunden und bei Arbeitstreffen aktiv.

Der Höhepunkt in Sachen Bürgerbeteiligung war die erste Wuppertaler Bürgerwerkstatt, bei der es um die Frage ging, ob die Stadt die Pläne für eine Seilbahn vom Döppersberg auf die Südhöhen weiterverfolgen soll. 48 zufällig ausgewählte Wuppertaler Männer und Frauen – mit unterschiedlichster Herkunft und aus breit gefächerten Altersgruppen – waren vier Tage lang aktiv: Sie machten Ortstermine, hörten zahlreiche Experten, sprachen mit Seilbahnbefürwortern und Gegnern.

Mit klarer Mehrheit votierten die Bürgergutachter für die Fortsetzung der Planung – allerdings mit der Forderung, alle (!) Kosten des Projektes offen und ehrlich zu benennen. Der Stadtrat nahm die Fakten am 19. Dezember entgegen, die Entscheidung folgt 2017. Für die Wuppertaler Bürgerbeteiligung muss 2016 als das Schlüsseljahr gelten.