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Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV
Ivan "gehörte immer zu den Besten"

Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV: Ivan "gehörte immer zu den Besten"
Andreas Ivan bekam den Pokal für den besten Spieler der Hallen-Stadtmeisterschaft. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Was können die Fans des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV von Neuzugang Andreas Ivan erwarten? "Andy ist ein außergewöhnlich guter Fußballer, der definitiv falsch in der 4. Liga ist", legt sich Sportdirektor Manuel Bölstler fest. "Er hat alles, was man für den Profibereich braucht. Aber aus unterschiedlichsten Gründen hat es bisher dafür nicht gereicht." Von Jörn Koldehoff

Stellt sich die Frage, warum die Offensivkraft, die bei den Stadtmeisterschaften in der Uni-Halle direkt zum besten Spieler des Turniers gewählt worden ist, den absoluten Durchbruch noch nicht geschafft hat. "Alles hat seinen Grund. Er polarisiert sicherlich mit seiner Art, Fußball zu spielen. Als junger Spieler kommt man damit nicht bei jedem Trainer an – aber genau das macht ihn auch stark. Deshalb hatte er die letzten anderthalb Jahre sicher nicht die einfachste Zeit", blickt Bölstler zurück. "Für ihn zählt es jetzt aber erst mal, die Liga und Situation anzunehmen und hart zu arbeiten. Wir werden ihm jegliche Hilfestellung dafür geben. Aber auch er wird die Zeit in der Vorbereitung brauchen, um sich an unser intensives Spiel zu gewöhnen."

Warum der WSV unbedingt Ivan, der einen Vertrag bis Sommer 2018 unterschrieb, verpflichten wollte, erklärt Bölstler so: "Stevie (Trainer Vollmerhausen, Anm. der Red.) und ich haben die letzten zwölf Monate sicherlich über 15 Spiele von RWE gesehen. Bei vielen war er auf dem Platz und gehörte für uns immer zu den Besten dort. Wenn ein anderer Verein einen Spieler anders bewertet bzw. der Spieler dort nicht so häufig spielt, heißt es noch lange nicht, dass wir ihn genauso sehen. Wir machen uns über jeden Spieler unser eigenes Bild und beziehen vor einer Verpflichtung sehr viele Komponenten mit ein."

Selbstverständlich sei der Transfer keinesfalls: "Dass wir einen Spieler wie ihn für uns begeistern konnten, dazu gehört schon einiges an Arbeit", merkt der WSV-Sportchef an. "Er kann bei uns jede offensive Position spielen."

Das erste Testspiel im neuen Jahr bestreitet der Regionalligist am Samstag (14. Januar 2017) ab 15 Uhr beim Oberligisten TuS Ennepetal. Anstoß im Bremenstadion ist um 15 Uhr. Danach folgt der erste Härtetest gegen den Drittligisten Sportfreunde Lotte (18. Januar, 19 Uhr, Oberbergische Straße). Die Regionalliga-Restrunde startet am 10. Februar um 19 Uhr im Stadion am Zoo mit dem Nachholspiel gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf.