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Verkäufer auf vier Pfoten - Teil 2
"Wie Kolleginnen"

Verkäufer auf vier Pfoten - Teil 2: "Wie Kolleginnen"
„Weiß ist bei uns Programm“, sagt Enrica Ponzone von „Blancakikka“ mit Blick auf Boxer-Dame Elsa und Mischlingshündin Pippa. Von Vorgängerin Kikka erhielt der Laden seinen Namen. FOTO: Bettina Osswald
Wuppertal. Bei "Blancakikka" testen zwei Verkäuferinnen auf insgesamt acht Pfoten, was ihre Artgenossen zum Spielen und Fressen vor die Schnauze gesetzt bekommen.  Von Hannah Florian

"Ragazze", ruft Enrica Ponzone und rappelt mit der Leckerli-Dose. Für die Zeitung sollen ihre beiden Hündinnen etwas Aktionismus zeigen. Pippa, zottelig und weiß, springt sofort auf. Sie ist die "Verfressene" der beiden. Boxer-Dame Elsa öffnet lediglich ein Auge und rollt sich in ihrem Körbchen träge auf den Rücken. Ihre Lefzen hängen wie zwei rosa Waschlappen links und rechts von ihrem Gesicht. Zu mehr Enthusiasmus lässt sich die Boxer-Dame nicht hinreißen.

"Brava Pippa", schmeichelt Enrica Ponzone auf Italienisch. Ihre Hündinnen hat sie zweisprachig erzogen. Gekuschelt und geschimpft wird italienisch, Befehle gibt es auf Deutsch. 

Im Laden sind Elsa und Pippa nicht nur als Verkäufer, sondern auch als Produkttester im Einsatz. Gewissenhaft prüfen sie Spielzeug und Leckerlis auf ihre Hunde-Tauglichkeit. "Sie machen einen tollen Job. Sie sind wie Kolleginnen", sagt die Ladenbesitzerin. Wenn Elsa und Pippa nicht arbeiten, dösen sie im hinteren Teil des Ladens hinter einem Lattenzaun.

Das ist sicherer so, denn im Laden herrscht viel Hundeverkehr, und nicht jeder kleine Hund tritt furchtlos Boxer-Dame Elsa entgegen ...

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