Springmann-Prozess: Generalbundesanwalt hält Revision für begründet

Springmann-Prozess : Generalbundesanwalt fordert Aufhebung des Freispruchs von Ioannis P.

Hinter dem Freispruch von Ioannis P. in der Mordsache Springmann steht weiter ein Fragezeichen. Am Donnerstag (14. November 2019) wurde bei der Verhandlung über die Revision der Staatsanwaltschaft Wuppertal am Bundesgerichtshof deutlich: Auch der Generalbundesanwalt hält die Revision für begründet.

Der Generalbundesanwaltes verlangt damit ebenfalls die Aufhebung des Urteils und die Zurückverweisung des Verfahrens an das Landgericht Wuppertal. Er bemängelte Fehler in der Beweiswürdigung, im Speziellen die Nichtbewertung der häufigen Telefonate zwischen Benjamin S., der als Mörder seiner Großeltern zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde, und Ioannis P. in den Stunden vor der Tat. Es sei sachfremd, anzunehmen, Ioannis P. habe zur Tatzeit lediglich, wenn überhaupt, vor dem Haus gewartet. Anzunehmen sei ebenfalls, dass er im Gebäude gewesen sei und geholfen habe, Spuren der Tat zu beseitigen.

Die Anwälte von Ioannis P., Klaus Sewald und Dieter Leis, kritisierten die Revision und auch diese Entscheidungen als unbegründet. Die Entscheidung des BGH wird nun in den nächsten Wochen erwartet.