Wuppertaler Selbsthilfegruppe "Sugar Team": Diabetes: Eine echte "Volkskrankheit"

Wuppertaler Selbsthilfegruppe "Sugar Team" : Diabetes: Eine echte "Volkskrankheit"

Auch Wuppertal verzeichnet schon seit geraumer Zeit ständig wachsende Diabetiker-Zahlen.

Sie "erwischt" die meisten Menschen völlig unvorbereitet. Die Volkskrankheit Diabetes kündigt sich nicht durch fühlbare Vorzeichen an, denn schließlich ist jeder mal müde oder hat ein übermäßiges Durstgefühl. Dass diese Empfindungen der Beginn einer "Zuckerkrankheit" sein könnten, merken zahlreiche Betroffene erst nach einem Test beim Arzt.

Die aktuelle Zahl der Diabetes-Erkrankungen liegt bundesweit etwa bei sechs Millionen. Vor 15 Jahren waren es ungefähr ein Drittel weniger. Dass die Tendenz steigend ist, weiß auch der Wuppertaler Wolfgang Wäger. Selbst betroffen, übernahm er die 1984 von einem hiesigen Diabetologen gegründete und mittlerweile als eingetragener Verein etablierte Selbsthilfegruppe "Sugar Team". Die meisten Mitglieder sind über 60 Jahre alt. Im Moment denkt Wäger allerdings auch über eine Gruppe für Kinder und Jugendliche sowie ein Angebot für Berufstätige nach.

Wie wichtig nicht nur die "Plauderstunden" untereinander, sondern auch Veranstaltungen mit Referenten sind, sieht Wolfgang Wäger an den vielen Fragen, die die Besucher im Anschluss an die Vorträge der Fachleute haben.

Bis zum Jahresende sind die Termine bereits festgezurrt: Zum nächsten am Mittwoch (21. September) um 17 Uhr ist die Oberärztin im Petrus-Krankenhaus, Dr. Simal Bilgen, angekündigt. Ihr Thema wird die koronare Herzerkrankung und ihre Folgen sein. Am 19. Oktober folgt Dr. Ulrich Kusenack, Chefarzt für Gefäßchirurgie am Petrus-Krankenhaus: Im Fokus steht dann die Halsschlagader. Am 16. November folgt ein Gruppentreffen, bevor das Jahr am 21. Dezember mit der Weihnachtsfeier endet.

Doch bereits jetzt wird an den Plan für das kommende Jahr gedacht, und Wolfgang Wäger bittet wie stets seine Gruppe, sich Gedanken über Themen zu machen, die besprochen und von Fachleuten anschaulich gemacht werden könnten.

Mehr von Wuppertaler Rundschau