Prinzenstraße: Anwohner klagen über Verkehrsbehinderungen
Im Bereich Prinzenstraße und Reichsgrafenstraße müssen die Anwohner derzeit auf viel Parkraum verzichten. Foto: Urssu
Von Eduard Urssu
Es ist eine überschaubar kurze Straße mitten in der Elberfelder Südstadt: die Prinzenstraße. Doch auf den knapp 200 Metern Straße schränken insgesamt zwölf Halteverbotsschilder die Parkmöglichkeiten empfindlich ein. „Das kann doch nur ein schlechter Scherz sein“, sagen die Anwohner. Unter ihnen auch Marcus Klewer.
Seit Mitte Januar beobachtet er das bunte Treiben. Zwei kleine Baustellen und ein Kanaldeckel sind mit seiner Meinung nach einem übermäßigen Aufwand an Verbotsschildern „zugepflastert“ worden. „Allein für den Kanaldeckel in der angrenzenden Reichsgrafenstraße wurde anscheinend ein Sackgasse eingerichtet, und in der Prinzenstraße kommt noch dieser Schilderwald an Halteverbotsschildern hinzu. Das ist für die Anwohner kaum noch zu überblicken“, findet Klewer.
Mehrere Anfragen bei der Stadt brachten zumindest eine Information zu Tage, berichtet der Anwohner: „Es handelt sich bei einer Baustelle um den Arbeitsbereich der Stadtwerke, die ein Gasleck zu stopfen hatten. Man hatte mir auch eine rasche Überprüfung der Halteverbotssituation versprochen – passiert ist allerdings noch nichts.“
Die Stadtverwaltung bestätigt diese Angaben – zumindest teilweise. „Das Problem ist tatsächlich die Reichsgrafenstraße mit der Baustelle der WSW. Eigentlich sind diese Arbeiten bereits abgeschlossen, aber es fehlt noch der Gussasphalt. Der kann erst bei Plusgraden aufgetragen werden. So lange bleibt die aktuelle Straßenführung mit den angebrachten Halteverbotsregelungen bestehen“, erklärt Presseamtsmitarbeiter Markus Bien. Von offizieller Seite heißt es auch, dass die Situation im Sinne der Bürger nochmals geprüft werde: „Sobald der Asphalt aufgetragen ist, wird wenige Tage danach alles seinen gewohnten Gang gehen. Jetzt aber schon die Regelung aufzuheben, dass würde einen zu hohen Aufwand bedeuten“, schildert Bien die Verwaltungsmeinung zum Thema. Das allerdings ärgert die Anwohner doch ein wenig. „Diese großflächige Absperrung um die kleine Baustelle herum ist schon ein großer Einschnitt und meines Erachtens völlig übertrieben – man kann gut daran vorbeifahren. Und die netten Damen vom Aufschreibedienst sind in diesen Tagen auch recht häufig hier unterwegs“, ärgert sich Marcus Klewer.