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„Wenn die Kirchenoberen wüssten...“


Selbstbewusst und kritisch: Katholische Frauengemeinschaft feierte Jubiläum


Die kfd St. Johann Baptist: Cornelia Wiercinski (Vorstand), Christel Simon (Vorstand), Josefine Bause (63 Jahre im kfd), Anna Pugge, Agnes Gödde (46 und 47 Jahre dabei), Rita Hütten (Vorsitzende) und Angelika Regenhardt (Vorstand). Foto: Conrads



Von Klaus-Günther Conrads

Frauen haben es in der Kirche viel schwerer als in der Gesellschaft allgemein, wenn es um Anerkennung und Gleichberechtigung geht. Insbesondere die katholische Kirche ist konservativ und reformunwillig. Dennoch bleiben viele Christinnen ihrer Kirche treu und leisten aufopferungsvoll ehrenamtliches Engagement. In ihrer Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) lassen sie sich aber längst nicht mehr den Mund verbieten.
Die kfd der Gemeinde St. Johann Baptist ist vor 30 Jahren aus der vor 120 Jahren gegründeten Frauenkongregation und späterem Mütterverein hervorgegangen. Gründe genug für eine Feier in der Färberei. Wie sagte die derzeitige Vorsitzende Rita Hütten: „Die kfd ist für Frauen die Gelegenheit, vor die Tür zu kommen und nicht nur hinter dem Herd zu stehen und auf den Herrn der Schöpfung zu warten.“
Vorbei sind die Zeiten, als ein Geistlicher die Kasse der organisierten Frauen führte. Für Pfarrer Ulrich Lemke, seine Kapläne und Diakone sind Frauen wie Christel Simon unverzichtbare Stützen des Gemeindeverbandes Barmen-Nordost. Die katholischen Frauen sind in ein Netzwerk eingebunden, wie Elisabeth Konrad vom kfd-Stadtverband bestätigte und salopp ergänzte: Wenn die Kirchenoberen wüssten, was in den Gemeinden wirklich los ist...“ Der Weltgebetstag am 2. März ab 15 Uhr in der Alten Wupperfelder Kirche wird in ökumenischer Verbundenheit mit der katholischen italienischen Gemeinde und den evangelischen Frauen gefeiert.


15.02.2012
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