Ausstellung: Der Fotograf Eberhard Vogler hat Lanzarote auf besondere Weise ins Bild gesetzt
Von Klaus-Günther Conrads
Die Ausstellung ist nach der Eröffnung am Freitag, 9. März, um 19.30 Uhr bis 30. März, dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 13 Uhr zu sehen. Eberhard Vogler. Foto: Conrads
„Lanzarote en detail“, so könnte die Fotoausstellung des Ronsdorfer Fotografen Eberhard Vogler im Kunst Raum „Labyrinth“ von Regina Wicke-Klug in Lüttringhausen an der Barmer Straße 11 betitelt sein. Denn das Detail hat es dem erfolgreichen Fotokünstler angetan. Die karge Landschaft der kanarischen Insel, die von Lavagestein und dem morbiden Charme alter Bauernhäuser geprägt ist, sind seine Bildobjekte.
Lanzarote besichtigt er sozusagen mit der Lupe. Der Betrachter erkennt in dem Muster anthrazitfarbener großer und kleiner Ovale den Ausschnitt einer Mauer aus Lavagestein. Bilder mit feinsten Punkt- und Linienmustern sind ausschnittsweise betrachtete schwarze Sandstrände. Der Realitätsbezug ist zweitrangig geworden, denn durch die Wahl der Ausschnitte wird das Motiv vom Konkreten zum Abstrakten geführt. So entstehen neue Eindrücke von bekannten Anblicken: Die Bananenstauden und Palmwedel sind so in Szene gesetzt, dass sie wie üppige Urwälder wirken, so strahlend grün und verwirrend strukturiert sind sie auf den Bildern wiedergegeben. Das Licht des Südens lässt die Farben besonders strahlen.
Aber auch die Kulturlandschaft der Insel hat Eberhard Vogler fasziniert. Er wählt eine Perspektive, in der die Ausschnitte aus Bauten, Pflanzen und Landwirtschaft wie mit Zirkel und Lineal gezogen zu sein scheinen. Ihm gelingt es, die charakteristische Anbauweise auf Lanzarote als kunstvoll arrangierten Augenblick festzuhalten. Dabei nutzt er die sehr beschränkte Farbpalette aus schwarz und grün, um Gegensätze besonders wirken zu lassen: Inmitten der schwarzen Landschaft wachsen grüne Weinreben.
Oder ein verwitterter Fensterrahmen wird die Grundlage für grüne Farbflächen, die sich rechtwinklig von den weißen Mauern absetzen. Eigentlich bedarf es keiner Erklärungen für diese Bilder, auch der Ort, an dem sie entstanden sind, ist zweitrangig, denn mit ihrer Ausdruckskraft wirken sie für sich.