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Immobilien: Große Nachfrage – kleines Angebot

Top Wuppertal: Immobilien: Große Nachfrage – kleines Angebot
Neubauten sind in Wuppertal meist schnell verkauft. FOTO: Björn Ueberholz
Wuppertal. Der Immobilienmarkt in Wuppertal ist nach wie vor von einer Schere geprägt, die sich nicht schließen will: Viele Kaufwillige stoßen auf ein übersichtliches Angebot. Damit einher steigen natürlich die Preise.

Der Gutachterausschuss der Stadt Wuppertal hat festgestellt, dass sich die letztjährigen Preissteigerungen 2017 fortgesetzt haben – und zwar sowohl bei Einfamilienhäusern als auch bei Mehrfamilienhäusern. Bei den freistehenden Häusern gab es im vergangenen Jahr 284 Verkäufe, in den beiden Vorjahren waren es noch 275. Die Preise in dieser Gruppe differieren stark, da sowohl die Villa im Briller Viertel als auch der alte bergische Kotten in diese Kategorie fallen.

Für ein typisches Haus in guter Lage auf einem 750 Quadratmeter großen Grundstück und 150 Quadratmetern Wohnfläche wurde bei jüngeren Gebäuden im Durchschnitt 2.640 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Der Preis geht bei zunehmendem Gebäudealter in der Regel zurück. Insgesamt sind die Preise bei freistehenden Gebäuden allerdings um vier bis sechs Prozent gestiegen.

Bei den Reihenhäusern ergaben sich 2017 nur 171 Verkäufe von gebrauchten Objekten sowie 27 Verkäufe in einem Neubaugebiet. Hier betrug der durchschnittliche Kaufpreis 225.000 Euro und damit etwa 10.000 Euro mehr als 2016. Für ein typisches Reihenmittelhaus in guter Lage auf einem 300 Quadratmeter großen Grundstück und 120 Quadratmetern Wohnfläche wurden bei bis zu zehn Jahre alten Gebäuden im Schnitt 2.430_ Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Zwar ging auch hier der Preis bei zunehmendem Gebäudealter zurück, doch lag er bei den 40 bis 60 Jahre alten Häusern immer noch bei 1.910 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Besonders im Bereich hochwertiger Eigentumswohnungen blieb die Nachfrage in Wuppertal ungebrochen hoch. FOTO: Björn Ueberholz

Auch Doppelhaushälften wechselten  2017 nur in gut 100 Fällen den Besitzer. Neubauten gab es so gut wie keine. Der Durchschnittspreis aller Verkäufe lag hier bei 260.000 Euro. Für ein typisches Haus in guter Lage auf einem 300 Quadratmeter großen Grundstück und 120 Quadratmetern Wohnfläche waren bei jüngeren Gebäuden durchschnittlich 2.490 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche fällig, ältere lagen bei 1.960 Euro.

Sowohl bei den freistehenden Einfamilienhäusern als auch bei klassischen Reihenhäusern und Doppelhaushälften ist der Preis in Wuppertal seit 2010 um 20 bis 25 Prozent gestiegen. Dieselbe Preistendenz zeigt sich auch bei Eigentumswohnungen. In diesem Segment ist vor allem der Umsatz an teuren Eigentumswohnungen gestiegen. Der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter Eigentumswohnung stieg 2017 auf  1.120 Euro. Vor allem für sehr kleine und ältere Wohnungen wurden im Durchschnitt neun Prozent mehr gezahlt als im Vorjahr.

Bei Mehrfamilienhäusern als dem typischen Anlageobjekt waren steigende Ertragsfaktoren zu verzeichnen. Sie liegen jetzt durchweg über dem Zehnfachen des Jahresrohertrages. 479 Verkäufe registrierte der Gutachterausschuss im Jahr 2017, etwas weniger als im Vorjahr Der Geldumsatz stieg dagegen um sieben Prozent.

Bei allen Arten von Mehrfamilienhäusern ist ein deutlicher Preisanstieg zu beobachten: Sie lagen bei 800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, wenn es sich um ein über 50 Jahr altes Haus handelt. Kaum niedriger war er bei Gebäuden vor 1948, die im Vorjahr noch für 660Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zu haben waren.

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