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Drei Fragen an ... Uschi Nerke
"Gespannt auf die alte Stadthalle"

Drei Fragen an ... Uschi Nerke: "Gespannt auf die alte Stadthalle"
Uschi Nerke prägte eine TV-Ära mit. FOTO: Veranstalter
Wuppertal. "Rock meets Classic" geht nach umjubelten Konzerten mit Procol Harum und Jethro Tull am Samstag (28. Oktober 2017) in der Historischen Stadthalle Wuppertal in die dritte Runde. "The Doors of Perception" treffen auf das Orchester der Musikhochschule und präsentieren die größten Doors-Hits. Moderiert wird das Geschehen von der legendären "Beat-Club"-Moderatorin Uschi Nerke.

Rundschau: Hallo Frau Nerke, wo erwischen wir Sie gerade?

Nerke: Moin, ich bin dem Norden treu geblieben und wohne im Süden von Hamburg. Und momentan muss ich mich gerade aufs Bettenbeziehen konzentrieren (lacht).

Rundschau: Sie sind immer noch das Fernsehgesicht zum Siegeszug der Beat-Musik in den 60er Jahren. Welche Erinnerungen haben Sie an die Doors?

Nerke: Das waren natürlich wilde Zeiten, mitunter auch sehr schicksalhafte, etwa mit dem Drogentod von Jim Morrison. Damals gaben sich alle Größen im "Beat-Club" die Klinke in die Hand. Auch weil sie wussten, dass man nach dem Auftritt viele Schallplatten verkaufen konnte. 1972 hatten die Doors einen eigenen Gig für den "Beat-Club", es ist eines der ganz wenigen Dokumente aus der Zeit nach dem Tod ihres Sängers.

Rundschau: Nachdem 2013 mit Ray Manzarek auch der zweite große Doors-Protagonist gestorben ist, werden in Wuppertal die "Doors of Perception" die Songs präsentieren. Kennen Sie die Gruppe?

Nerke: Oh ja, ich habe sie schon gehört. Hut ab, die schaffen wirklich den Original-Sound. Und der Sänger sieht nicht nur gut aus, sondern Jim Morrison verblüffend ähnlich. Das macht schon viel aus. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, auch auf die Mischung mit dem Orchesterklang und auf die alte Stadthalle, die ich noch nicht kenne.