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130 Jahre Toelleturm
146 Stufen, die sich lohnen

130 Jahre Toelleturm: 146 Stufen, die sich lohnen
Sonntag jährt sich die Eröffnung des Toelleturmes zum 130. Mal. Wenn das Wetter passt, ist der Turm von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Für den Aufstieg wird um eine Spende gebeten. FOTO: Conrads
Wuppertal. Am Sonntag (29. April 2018)  hat der Toelleturm Eröffnungs-Geburtstag. Nach dem Tod des Unterbarmer Fabrikanten Ludwig Ernst Toelle (1822–1886) bekam der Barmer Verschönerungsverein (BVV) von dessen Familie eine Spende von 15.000 Goldmark für den Bau des Aussichtsturmes. Von Klaus-Günther Conrads

Nachdem der Toelleturm am 29. April 1888 geöffnet wurde, jährt sich das Ereignis nun zum 130. Mal. Wer heute die 146 Stufen zur Plattform hinaufsteigt, hat einen Rundblick übers Bergische Land mit Radevormwald, Lüttringhausen und Remscheid, zu den Wuppertaler Nordhöhen, nach Schwelm in Westfalen und Düsseldorf durch die "Porta Wupperana" zwischen Kiesberg und Nützenberg.

Zuletzt vollständig instand gesetzt und vor dem Abriss bewahrt wurde der Turm 1989/90 – durch eine Initiative des Uni-Bautechnikers Professor Carsten Langlie (†) und eine seinerzeit beispiellose bürgerschaftliche Spendenaktion in Höhe von einer Million Mark.

Dass der Toelleturm seit 1978 bei trockenem, klarem Wetter sonn- und feiertags von 12 bis 18 Uhr geöffnet wird (eine Wuppertal-Flagge zeigt es an), ist einem kleinen Kreis von 19 "Türmern" zu verdanken: Lauter Mitglieder des Barmer Verschönerungsvereins, die ihre Freizeit opfern und den Aussichtsturm bewachen.

"Personal können wir nicht bezahlen", so BVV-Geschäftsführerin Michaela Dereschewitz – die Kosten einer maschinellen Zutrittskontrolle auch nicht.