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Unterbarmen
Mehr als ein „Saubermann“

Unterbarmen: Mehr als ein „Saubermann“
Inzwischen kennen ihn schon viele Menschen in „seinem“ Stadtteil. Wilhelm Müsken sagt: „Mein Quartier soll schöner werden“ – und er tut etwas dafür. FOTO: Kristina Malis
Wuppertal . Wilhelm Müsken ist schon längere Zeit Rentner – und seit rund fünf Jahren ehrenamtlicher Projektleiter. Über das Programm "EFI – Erfahrungswissen für Initiativen" hat er die Basiskenntnisse für die Umsetzung eines eigenes Projektes erhalten und herausgefunden, für welche gute Sache er sich einsetzen möchte.

Als überzeugter Unterbarmer hat er sich für ein Engagement in seinem Stadtteil entschieden. Nach acht Tagen Schulung im EFI-Programm war er motiviert, seine Idee in die Tat umzusetzen. Das Projekt bekam den Namen "Mein Quartier soll schöner werden". Und fest steht: Unterbarmen ist durch den Einsatz von Wilhelm Müsken auf jeden Fall schöner geworden. Nach Wetterlage sowie Lust und Laune dreht er seine Kreise im Quartier und räumt dort auf, wo es nötig ist.

Man könnte nun fragen: Wozu braucht es acht Tage Schulung, um Müll aufsammeln zu können? Aber hinter der Idee von Wilhelm Müsken steckt noch viel mehr: Er hat sich beispielsweise über den Kinderschutzbund zum Spielplatzpaten verpflichten lassen. Heute geht er regelmäßig über die Spielplätze an der Loher Brücke und am Völklinger Platz und sammelt mit einer Greifzange Scherben und anderen Abfall auf. Wenn ihm etwas Besonderes auffällt, hat er Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung.

Es geht ihm aber nicht alleine um mehr Sauberkeit im Stadtteil. Wilhelm Müsken redet mit den Menschen im Quartier. Er möchte die Nachbarn für einen sauberen Stadtteil sensibilisieren. Die schönsten Erfahrungen bei den "Sauber-Runden" macht er, wenn Kinder oder Erwachsene ihn begleiten und ebenfalls Müll sammeln. Übrigens: Der Radius seiner "Stadtteilspaziergänge" hat sich inzwischen erheblich erweitert, der Platz an der Hauptkirche gehört nun ebenfalls dazu.

Zu einer guten Projektarbeit gehört natürlich auch das, was heute als Vernetzung bezeichnet. Drum hat sich Wilhelm Müsken nicht nur beim Kinderschutzbund und bei der Stadt Wuppertal, sondern auch beim Unterbarmer Bürgerverein persönlich vorgestellt. Denn bei seiner EFI-Schulung unter dem Dach des "Zentrums für gute Taten", der Wuppertaler Freiwilligen-Agentur" hat er gelernt, dass eine Sache nur klappt, wenn viele gemeinsam an einem Ziel arbeiten.

+++++ Fakten +++++

Wer Wilhelm Müsken unterstützen möchte oder mit ihm und anderen Aktiven größere Verschönerungsprojekte starten will, kann sich bei ihm oder beim Bürgerverein melden: Wilhelm Müsken, Rudolfstraße 131, Telefonnummer: (0202) 50 36 82, Mail-Adresse: muesken.wtal@web.de

Wer Interesse an der EFI-Qualifizierung hat, kann sich im "Zentrum für gute Taten" informieren. Die nächste Schulung ist noch für dieses Jahr geplant.
"Zentrum für gute Taten", Höhne 43, Öffnungszeiten dienstags von 10 bis 14 Uhr und donnerstags von 10 bis 18 Uhr. Mail: post@zfgt.de, Webseite: www.zentrumfuergutetaten.de, Telefonnummer: (0202) 946 204 45.