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Unterbarmen
Brücke: Die Adler sind im Landeanflug

Unterbarmen: Brücke: Die Adler sind im Landeanflug
Lothar Bergelt vom Rotter Bürgerverein und Heinz-Willi Riedesel mit Info-Material vor Ort an der Brücke. FOTO: Macheroux
Wuppertal. Die Restaurierung der Unterbarmer Adlerbrücke ist ein Beispiel bürgerschaftlichen Engagements: Sieben Jahre lang war die historische Wupperbrücke aus dem Jahr 1868 angesichts ihres maroden Zustands gesperrt. Die Stadt hatte wegen Geldmangel schon den Abriss erwogen. Da ergriff der in Unterbarmen aufgewachsene Manfred Bröcker die Initiative. Von Joachim Macheroux

Er gründete erfolgreich den "Förderverein IG Adlerbrücke", dem sich die Bürgervereine aus Unterbarmen und vom Rott anschlossen. Seit August 2017 ist die Brücke wieder für Fußgänger und Radfahrer geöffnet. Von den 780.000 Euro Sanierungskosten kamen 683.000 Euro aus Denkmalschutzprogrammen des Bundes und des Landes NRW.

Es fehlen noch die Adler, die einst der Brücke den Namen gaben – und die während des Zweiten Weltkriegs wahrscheinlich für Kriegsmaterial eingeschmolzen wurden. Heinz-Willi Riedesel, Geschäftsführer des Unterbarmer Bürgervereins, hätte den 150. Geburtstag der Brücke jetzt gerne mit den beiden neuen Adlern gefeiert, die am Zugang zur Friedrich-Engels-Allee auf von der Firma Berg und Mark gesponserten Beton-Konstruktionen aufgestellt werden sollen. Das hat zeitlich aber leider nicht geklappt. Riedesel: "Die Adler werden in einer Gießerei an der polnischen Grenze gegossen und in wenigen Wochen geliefert." Im nächsten Jahr planen die beiden Bürgervereine zusammen mit dem Förderverein ein Brückenfest – dann mit den beiden 80 Zentimeter großen Adlern.

Für die Philatelistische Arbeitsgemeinschaft Wuppertal und für die Post war das Brückenjubiläum Anlass für einen Sonderstempel. Im Unterbarmer CVJM-Vereinshaus neben der Adlerbrücke wurde das "Sonderpostamt" gut angenommen: Etwa 500 Sonderstempel gab es für Briefmarkenfreunde und Sammler.

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