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Neviandstift
Die ersten Baupläne

Neviandstift: Die ersten Baupläne
Heimleiter Winfried Knäpper im Gespräch. FOTO: Bube
Wuppertal. Ein bunter Abend für Angehörige im Städtischen Altenpflegeheim Neviandtstraße mit ersten Hinweisen auf das bevorstehende Umbauvorhaben. Von Manfred Bube

Die Gäste zeigten sich angetan. Von der Mini-Rock-Band, die mit Hits aus vergangenen Tagen gute Laune verbreitete, von der Auswahl an Werken aus der Kreativ-Gruppe, von dem Buffet – und nicht zuletzt auch von der regen Atmosphäre, die den Abend prägte. Um Angehörigen und Freunden einen über die normalen Besuchszeiten hinausgehenden Einblick in den Senioren-Alltag zu bieten, lädt das Altenpflegeheim (APH) regelmäßig zu einem Miteinander ein, das Raum und Zeit für informative Gespräche mit Verantwortlichen und Mitarbeitern wie für einen Austausch mit den Bewohnern bietet.

Im Mittelpunkt standen da jetzt aber erst einmal 48 Gemälde, die offenbarten, dass schöpferisches Talent nicht vor dem Alter halt macht: Pittoreske Landschaftsdarstellungen, psychedelisch angehauchte Farb- und Formspielereien (die an die Epoche der Hippies erinnern), ausdrucksvolle und nachdenklich stimmende Schwarz-Weiß-Porträts, so abwechslungsreich die Bandbreite der Motive, so beeindruckend das künstlerische Können dahinter.

"Malen steht bei einigen unserer Bewohner hoch im Kurs. Gedanken Konturen zu geben, die Umwelt vergessen und sich auf die Leinwand zu konzentrieren, das ist für sie ein beruhigender und angenehmer Ausflug in die Welt der Inspiration", erklärt Ergotherapeutin Nadja Zielezinski. Und verrät weiter, dass dank einer Spende des Fördervereines ein Flur im Erdgeschoss zur Galerie ausgebaut werden konnte, und dass dort künftig täglich zu den Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr in einer Dauerausstellung künstlerischer Ergebnisse der Kreativ-Gruppe zu sehen sind. Zu sehen gab es auch einen Blick in die Zukunft der Einrichtung. Heimleiter Winfried Knäpper zeigte erste Entwürfe des geplanten Neubaus, der im Eingangsbereich als länglicher Trakt und auf Stelzen stehend an die sieben Etagen des Gebäudes angedockt wird und mit Ausnahme der freibleibenden unteren Etage pro Geschoss über 22 Einzel- und ein Doppelzimmer verfügt.

Hatte der Stadtbetrieb APH schon vor längerer Zeit eines der drei Häuser, die insgesamt den Komplex an der Neviandtstraße bildeten, für eine private Weiternutzung verkauft, wird mit dem Neubau wieder die ursprüngliche Kapazität von 160 Betten erreicht.

Wann konkret der Startschuss für den Anbau fällt, ob bereits im nächsten Jahr oder erst 2019, steht laut Knäpper noch nicht fest.