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Die Schwelmetalbrücke der A1
Hier entsteht die nächste Super-Baustelle

Die Schwelmetalbrücke der A1: Hier entsteht die nächste Super-Baustelle
Die Schwelmetalbrücke überspannt mehrere Straßen und Gleise. Die Erneuerung erfordert genaueste Planung. FOTO: Michael Neuhaus
Wuppertal. Die Schwelmetalbrücke auf der A1 in Langerfeld hält der Belastung des Verkehrs nicht mehr stand und muss teilweise erneuert werden. Während der gesamten Bauzeit soll die sechsspurige Brücke weiterhin befahrbar bleiben – eine riesige technische Herausforderung.

Bis zu 100.000 Fahrzeuge rollen täglich über die Schwelmetalbrücke in Langerfeld. Sechs Spuren führen über Straßen und Gleise. Mittlerweile ist die 1969 erbaute Brücke am Rande ihrer Belastungsgrenze angekommen, die innen liegenden Brückenteile müssen dringend ersetzt werden. Bereits 2006 wurden wegen des steigenden Verkehrsaufkommens auf der A1 seitlich zwei neue Teilbauwerke zur Unterstützung gebaut.

Dass die nun anstehende Erneuerung ein ziemlich gewaltiges Projekt ist, sieht auch der Laie auf den ersten Blick. Die sechsspurige Schwelmtalbrücke überspannt Straßen, Zufahrten, Gleisanlagen sowie die Schwelme. Das Besondere am Bauvorhaben: Die sechsspurige Brücke wird im laufenden Betrieb abgerissen und neu aufgebaut. Während der gesamten Bauzeit soll der Verkehrsfluss auf der Autobahn nicht gestört werden. Wie soll das gehen?

Die Planung der Bauarbeiten übernimmt die DEGES, die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, die sich für die Erneuerung der Brückenteile eine besondere Vorgehensweise ausgedacht hat: Die Teilbauwerke der Brücke im Mittelteil und die Brückenpfeiler werden abgerissen, die äußeren Brückenteile bleiben jedoch erhalten. Dadurch entsteht eine so genannte Inselbaustelle, die auf beiden Seiten vom Verkehr umflossen werden kann. Gerade für die Bauarbeiter stellt dieses Vorgehen eine Herausforderung dar: Sie werden mit den Maschinen auf engsten Raum arbeiten, und auch Zugänge und Logistik der Baustelle erfordern einiges an detaillierter Planung.

Im Herbst starten die Vorbereitungen für den Ersatzneubau der Brücke, Mitte 2019 soll dann der Abriss der Brückenteile beginnen. Obwohl dazu eine Technik eingesetzt wird, die möglichst wenig Schmutz und Lärm erzeugen soll, müssen einige Straßen unterhalb der Brücke während des Abbruchs teilweise oder auch ganz gesperrt werden.

Die komplette Fertigstellung des Ersatzneubaus der sechsspurigen Schwelmtalbrücke ist vorerst auf 2022 festgesetzt. Anwohner, ansässige Unternehmen und Verkehrsteilnehmer werden rechtzeitig über anstehende Einschränkungen informiert.