Springmann 35. Verhandlungstag

Handyvideos zeigen Großvater und seine Ängste

Wuppertal. Enno Springmann hatte Angst. Vor Drohnen, die nachts über dem Garten gekreist sein sollen. Vor hellem Licht jenseits des Grundstücks an Orten, wo er es vorher nie gesehen haben will. Und vor Männern, die in Bäumen gesessen haben sollen, um dort Äste hochzuziehen und wieder herunterzulassen. Von Mikko Schümmelfeder und Sabine Maguiremehr

Der 34. Tag im Springmann-Prozess

Befangenheitsantrag, Urlaubsstress und Drohnen

Es war ein Verhandlungstag mit abruptem Ende. Davor hatte es Fragen über Fragen gegeben. Die erste, alles bestimmende galt dem Prozess selbst. Der war nach dem Befangenheitsantrag der Verteidiger ins Schlingern geraten. Bis zum Mittag sollte darüber eigentlich eine andere Kammer entschieden haben. Von Mikko Schümmelfeder und Sabine Maguiremehr

33. Tag im Springmann-Prozess

Das Tischtuch ist zerschnitten

Das elegante Florett hat ausgedient, jetzt schwingt die Verteidigung im Springmann-Prozess die schweren Säbel gegen die Kammer. Es begann mit Kritik der Verteidiger an der Ermittlungsarbeit, die sich viel zu früh auf den Enkel der Springmanns als Tatverdächtigen konzentriert habe. Und es endete damit, dass den Anwälten das Wort entzogen wurde. Von Mikko Schümmelfeder und Sabine Maguiremehr

32. Tag im Springmann-Prozess

Sechs Millionen Euro und rote Rosen

Es war der Aufreger des vergangenen Verhandlungstages und möglicherweise eine Wende im Prozess: Die Verteidigung hatte den Ausschluss der Nebenklage gefordert. Die wird vom Sohn der Springmanns betrieben – und den hält man seitens der Verteidiger nach wie vor für einen möglichen Tatverdächtigen. Von Mikko Schümmelfeder und Sabine Maguiremehr

31. Tag im Springmann-Prozess

Die Verteidigung bläst zum Angriff

Der Sohn der Springmann als Täter? Oder als Auftraggeber eines Killers? Spätestens nach dem letzten Prozesstag darf man auch das für möglich halten. Es hatte sich längst angekündigt und heute dann  der Eklat: Die Verteidigung will den vom Sohn beauftragten Nebenklageanwalt vom Prozess ausschließen lassen. Von Mikko Schümmelfeder und Sabine Maguiremehr

30. Tag im Springmann-Prozess

Der Enkel äußert sich zur Sache

Dichte Menschentrauben vor der Eingangstür: Zum 30. Verhandlungstag des Springmann-Prozesses war das ein erster Hinweis auf den mit Spannung erwarteten Beginn der Sacheinlassung des angeklagten Enkels. Eingeleitet wurde die mit einer hochemotionalen Liebeserklärung an die ermordeten Großeltern. mehr

29. Tag im Springmann-Prozess

Gute Paraden trotz geringem IQ?

Ein Rückblick: 14. Mai, es war der 12. Verhandlungstag im Springmann-Prozess. Zwei Kripobeamte hatten ausgesagt – und dann war da dieser Knastkumpel von Benjamin S. im Zeugenstand. Der hatte munter drauflos geplaudert und ließ das Gericht freizügig teilhaben an dem, was der Enkel der Springmanns ihm bei gemeinsamen Hofgängen anvertraut haben soll. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

28. Tag im Springmann-Prozess

Die DNA-Spur und ein "neuer" Heizkörper

Unbekannte DNA und ein Auftragskiller: Man kam aus dem Staunen nicht mehr heraus am vergangenen Verhandlungstag. Dass es nach Monaten intensiver Beweisaufnahme noch derartige Überraschungen im Springmann-Prozess geben konnte, war durchaus bemerkenswert. Von Sabina Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

27. Tag im Springmann-Prozess

Tränen des Angeklagten und der unbekannte Auftragskiller

Der Saal war voll. Alle warteten gespannt auf die Einlassungen von Benjamin S. zur Person. Hätte man einem Theaterstück beigewohnt, so wäre das an diesem Verhandlungstag eigentlich der Hauptakt gewesen. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

26. Tag im Springmann-Prozess

"Tatortschau": Mehrere tausend Euro unangerührt

Es war ein Rundgang durch das Haus, in dem ein Doppelmord das Leben zweier Menschen brutal beendet hatte. Verlesen und gezeigt wurden Auszüge aus Ermittlungsprotokollen und Fotos vom Tatort: Das sind Augenblicke, vor denen man sich im Gerichtssaal fürchtet. Christa Springmann in ihrem Arbeitszimmer, deren Ehemann neben seinem Bett im Schlafzimmer liegend: Am mittlerweile 26. Verhandlungstag reihte sich einer dieser Momente an den anderen. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

25. Tag im Springmann-Prozess

Hasenrücken und Handydaten

Sie sollen zusammen zum Tatort gefahren sein. Dann soll Benjamin S. seinen Geschäftspartner ins Haus der Großeltern gelassen haben. Was dort geschah, ist hinlänglich bekannt: Christa und Enno Springmann wurden stranguliert. Glaubt man dem rechtsmedizinischen Gutachten, so kann vom Kaffeetrinken bis zum gewaltsamen Tod der Eheleute nicht allzu viel Zeit vergangen sein. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

24. Tag im Springmann-Prozess

Wehrhafte Zeugin und Anwalt-Wechsel

Es war ein zähes Ringen um diese Zeugin. Erst wollte sie nur per Videoschalte aussagen. Die 83-jährige fürchtete um ihre Gesundheit, ihr Kardiologe gab ihr dafür ein Attest. Als sie nach mehr als drei Stunden im Vernehmungsraum nicht mehr konnte, wurde die Zeugenvernehmung abgebrochen. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

23. Tag im Springmann-Prozess

Viele Aussagen - und Fragezeichen

Weinend, am ganzen Körper zitternd und vollkommen aufgelöst: So will eine Polizeikommissarin Benjamin S. vor der Villa seiner Großeltern angetroffen haben. Die Zeugin gehörte offenbar zu den ersten Einsatzkräften, die zum Haus von Christa und Enno Springmann gerufen worden waren. Vor deren Eintreffen wollen weder Benjamin S. noch dessen Mutter im Haus gewesen sein. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

22. Tag im Springmann-Prozess

Eine Schlüsselfigur und der Gärtner

In den ersten Verhandlungstagen saß sie noch im Saal. Dann wurde sie - den Richtlinien entspechend - auf den Gerichtsflur verbannt, weil sie nun doch aussagen wollte. In den Verhandlungspausen sah man sie dort umringt und im regen Austausch mit den Verteidigern ihres Sohnes, der gemeinsam mit seinem Geschäftspartner auf der Anklagebank sitzt. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

21. Tag im Springmann-Prozess

DNA-Spuren belasten Angeklagten schwer

Man hätte es ahnen können, für Prozessbeobachter kam es nicht gänzlich unerwartet und dennoch war es wohl der sprichwörtliche Paukenschlag: Eine von mehreren DNA-Spuren belastet den mitangeklagten Geschäftsführer von Benjamin S. schwer. Gefunden wurde sie auf dem Kissen im Bett von Enno Springmann, neben dessen Blut. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

20. Tag im Springmann-Prozess

Weder Fisternöllchen noch Techtelmechtel ...

Bergischer Unternehmer und Fisternöllchen? Wer jetzt meint, das geht nicht zusammen, dem sei gesagt: Doch, es geht. An der Bürotüre die rote Lampe anmachen und ansonsten die gutbürgerliche Fassade aufrecht erhalten: Der mittlerweile 20. Verhandlungstag lieferte pikante Einblicke in den Charakter des bergischen Unternehmers, wie man sie bislang noch nicht kannte. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

19. Tag im Springmann-Prozess

Das Zeitfenster der Tode

Rein. Raus. Nochmal rein. Und wieder raus. Am 19. Verhandlungstag im Springmann-Prozess wurde der "Ausschluss" zum geflügelten Wort. Es gab so einiges zu beschließen – und das sollte möglichst ohne Publikum vonstatten gehen. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

18. Tag im Springmann-Prozess

Von "Verbrecherfußstapfen" in der Videovernehmung

Sie war schon vor Beginn des Verhandlungstages ein Aufreger: Die Videovernehmung einer engen Vertrauten von Enno Springmann, die bis zu dessen Tod über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg ein Liebesverhältnis zum Mordopfer gehabt haben will. Die Dame hatte ein ärztliches Attest vorgelegt, das ihr unter anderem Bluthochdruck attestierte. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfeldermehr

17. Tag im Springmann-Prozess

Leise Töne und ein Kreuzverhör

Die Zeugenaussage einer Polizistin und die von dessen Verteidiger verlesene Einlassung zur Person des mitangeklagten Geschäftspartners von Benjamin S.: Es gab nichts wirklich Spektakuläres zu hören am mittlerweile 17. Verhandlungstag. Man ist zugegebenermaßen längst anderes gewohnt vom Springmann-Prozess. Und dennoch sind auch die leisen Töne durchaus interessant in einem Indizienprozess wie diesem. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

Zwischenfazit im Springmann-Prozess

Der alles entscheidende Hinweis fehlt noch

16 lange Verhandlungstage liegen hinter den Prozessbeteiligten. Weitere 20 sind bereits terminiert. Und noch weiß niemand, ob es bis zur Urteilsverkündung nicht noch mehr werden. In den kommenden Wochen pausiert das Gericht, bis es am 2. Juli weitergeht im Springmann-Prozess. Eine Zwischenbilanz. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

16. Tag im Springmann-Prozess

Der Hund im Wasser hinterm Ronsdorfer Berg

Für Freunde heißer Schlitten war der Einstieg im Springmann-Prozess am Mittwoch (6. Juni 2018) nach Maß: 20 Minuten lang wurden die bemerkenswerten Geschwindigkeitssünden im Autoleben des Angeklagten Benjamin S. vorgelesen - was bei manchen ein Grinsen, bei einigen anderen Empörung und bei den meisten gepflegte Langeweile hervorrief. Man ist mittlerweile Erregenderes im Umfeld des Prozesses gewohnt. Von Mikko Schümmelfeder und Sabine Maguiremehr

14. Tag im Springmann-Prozess

"Mein Vater hatte eine klare Linie"

Sollte Enno Springmann sterben? Oder galt das tödliche Verbrechen eigentlich seiner Frau und sein Tod war ein Vertuschungsmord? In Anbetracht eines grausamen Doppelmordes mag eine solche Frage reflexhaftes Kopfschütteln und Unverständnis hervorrufen. Und dennoch war das, was die Verteidiger von Benjamin S. fragend in den Raum stellten, einer der interessantesten Einwände an diesem 14. Verhandlungstag. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

13. Tag im Springmann-Prozess

"Man verrät seine Leute nicht!"

Der letzte Verhandlungstag hatte deutliche Spuren hinterlassen. Ein Mitgefangener hatte den Enkel von Christa und Enno Springmann schwer belastet. Die Nerven lagen augenscheinlich blank, vor allem die der Verteidiger. Sie mussten sich zwischendrin maßregeln lassen von einem durch Zwischenrufe genervten Richter. Von Mikko Schümmelfeder und Sabine Maguiremehr

12. Tag im Springmann-Prozess

Zeugen belasten die Angeklagten schwer

Schlechter hätte es für die Angeklagten wohl nicht laufen können. Gab es bislang nicht wirklich viel, was den Enkel von Christa und Enno Springmann nachhaltig hätte belasten können, so kam es nicht nur für ihn diesmal am Montag (14. Mai 2018) knüppeldick. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

11. Tag im Springmann-Prozess

Schenkungssteuer, Saunaclub und Sorgen

Schönstes Wetter und vor dem Feiertag auch noch Straßencafé-Gemütlichkeit vor Augen? Wer vermutet hatte, dass es im Springmann-Prozess diesmal ruhiger zugehen würde, sah sich getäuscht. Mit einer Polizeibeamtin, einem Bankberater und zwei Kumpels von Benjamin S. wurden Zeugen vernommen, die man zwar nicht direkt im Mittelpunkt sah, deren Aussagen aber doch einiges erhellen konnten. Von Mikko Schümmelfeder und Sabine Maguiremehr

10. Tag im Springmann-Prozess

"Schon in Griechenland gerne gejagt"

Nur wenige Tage nach dem Mord an Christa und Enno Springmann wurden Zeugen vernommen. Sie alle bekamen nun nochmals Post vom Gericht, um dort ihre Aussage zu wiederholen. Und was ist in der Zwischenzeit passiert? Einen Beweis dafür, wie wichtig diese scheinbar lapidare Frage ist, lieferte der mittlerweile zehnte Verhandlungstag im Springmann-Prozess. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

9. Tag im Springmann-Prozess

Strom, Gas und viele offene Fragen

Dass es in diesem Prozess zwei Angeklagte gibt, war in den vergangenen Verhandlungstagen schon beinahe zur Nebensache geraten. Bislang im Fokus: der Enkel von Christa und Enno Springmann, dem die Anklage den Mord an den Großeltern vorwirft. Nun allerdings gelangte mit Details zu dessen Firma auch der mitangeklagte Geschäftspartner in den Mittelpunkt diverser Zeugenaussagen. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

8. Tag im Springmann-Prozess

"Liebe war das bestimmt nicht mehr"

Erfolgreicher Unternehmer, CDU-Ratsherr und als Kunstmäzen las er der städtischen Kulturpolitik in gefürchteten Reden die Leviten: Vermutlich wäre es das gewesen, was Enno Springmann gerne als sein Lebenswerk hinterlassen hätte. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

7. Tag im Springmann-Prozess

Eine ganz besondere Sekretärin

Es gibt Geheimnisse, die man am liebsten mit ins Grab nehmen würde. Dazu gehörte im Leben von Enno Springmann wohl auch das besondere Verhältnis, dass er zu seiner Sekretärin gepflegt hat. Denn das – so hatte es schon dessen Vermögensverwalter im Zeugenstand anklingen lassen – sei augenscheinlich weit über geschäftliche Belange hinausgegangen. Von Sabine Maguire und Mikko Schümmelfedermehr

Dritter Verhandlungstag am Landgericht

Springmann-Prozess: Das sagt der Vater

Am dritten Verhandlungstag im Prozess um den gewaltsamen Tod des Wuppertaler Unternehmer-Ehepaars Springmann stand am Freitag (13. April 2018) die Aussage des Sohnes im Fokus. Vorgeführt wurde dabei ein Video der Vernehmung des 56-jährigen durch die Ermittlungsrichterin im August 2017. mehr

Die Rundschau-Chronik 2017

M wie mysteriös

Ende März kommen Dutzende Menschen in die Immanuelskirche. Vertreter aus Politik und Wirtschaft, aber vor allem Künstler, Schriftsteller, Schauspieler, Autoren sitzen in den Reihen und treten nach und nach an das Rednerpult. Sie trauern um Christa (88) und Enno Springmann (91), die zehn Tage zuvor tot in ihrem Haus gefunden wurden. Von Nina Bossymehr

Mord an Ehepaar Springmann

100.000 Euro für Zeugenaussagen?

Angehörige des am 19. März in Ronsdorf ermordeten Unternehmer-Ehepaars Enno und Christa Springmann wollen offenbar 100.000 Euro für Zeugenaussagen zahlen, die zur Ergreifung des oder der Täter führen. Das berichten mehrere Medien. mehr