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Fußball-Regionalliga: Freitag (19.30 Uhr) gegen den BVB II
WSV: Mehrere Ausfälle inklusive Bölstler

Fußball-Regionalliga: Freitag (19.30 Uhr) gegen den BVB II: WSV: Mehrere Ausfälle inklusive Bölstler
Zwangspause: Manuel Bölstler. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. 22 Spiele, bislang keine Niederlage – mit der U23 von Borussia Dortmund bekommt es der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV am Freitag (19.30 Uhr) im Stadion am Zoo mit einem äußerst harten Prüfstein zu tun.  Während in der Mannschaft nach Angaben von Trainer Stefan Vollmerhausen eine Grippewelle herrscht, musste Fußballvorstand Manuel Bölster am Knie operiert werden und fällt mehrere Wochen aus. Von Jörn Koldehoff

"Wahrscheinlich sind weitere Eingriffe notwendig, bevor das Knie wieder voll funktionstüchtig sein wird", so der WSV am Abend. Bölstler: "Ich bedaure, dass ich dadurch nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen kann, und hoffe inständig, dass ich den Pokal-Kracher gegen RWE live im Stadion verfolgen kann. Gut ist nur, dass ich die Gespräche zur Planung der nächsten Saison auch vom Krankenbett aus führen kann." Vorstandssprecher Lothar Stücker: "Zunächst einmal drücken wir Manuel die Daumen, dass die Eingriffe erfolgreich verlaufen. Wir stehen natürlich ständig mit ihm in Verbindung, aber jetzt steht erst einmal seine Gesundheit im Vordergrund."

Auch sportlich ist es eng. "Wir haben heute mit nur 14 Feldspielern trainiert. Mal sehen, ob sich die Lage noch etwas entspannt", so Vollmerhausen, der keine Namen nennen will, "um nicht alle Karten auf den Tisch zu legen". Kevin Hagemann (Adduktoren) fällt auf jeden Fall aus. Dennoch will das Team gegen die BVB-Reserve alles geben: "Wir haben uns eingeschworen und wollen für die, die nicht dabei sein können, alles geben. Natürlich beschäftigt uns das und wir freuen uns, wenn Manu wieder zurück ist. Wir haben nichts zu verlieren und werden versuchen, den Dortmundern die erste Niederlage zuzufügen." Immerhin entführte der WSV im Hinspiel aus der legendären "Roten Erde" beim 0:0-Unentschieden vor 6.843 Zuschauern ein Remis.

Szene aus dem Hinspiel mit Silvio Pagano (re.). FOTO: Jochen Classen

Um erneut zu punkten, so Vollmerhausen, sei aber jede Menge "taktische Disziplin notwendig und das Umsetzen dessen, was wir uns vornehmen" – zum Beispiel dem BVB wenig Raum zu gewähren. Die Mannschaft von Daniel Farke (Vollmerhausen: "Ein sehr guter Trainer") verfüge eben nicht nur über Torjäger Hamadi Al Ghaddioui (15 Treffer), sondern insgesamt über viel Qualität. "Zusammen mit den Fans wollen wir alles raushauen, was wir haben. Flutlichtspiele waren in den vergangenen zwei Jahren immer etwas Besonderes", setzt Vollmerhausen auf die besondere Atmosphäre.

Wie hat die Mannschaft die Niederlage in Aachen, das am Mittwochabend bei der TSG Sprockhövel 1:1 unentschieden spielte, verarbeitet? "Sie war natürlich enttäuscht. Es war kein gutes Spiel, wir haben auch technisch keinen guten Tag erwischt und mussten viel mit langen Bällen agieren. Aber ich bleibe dabei: Aachen ist noch nicht unsere Kragenweite. Die Alemannia ist noch etwas entfernt, gehört direkt hinter die drei Topmannschaften. Solche Spiele zeigen auf, wo es noch hapert." Genauso wie das gegen Dortmund: "Der BVB hat noch einmal etwas mehr Qualität."

2.400 Tickets sind nach dem ersten Tag des freien Vorverkaufs bereits für das Pokal-Halbfinale am 29. März gegen RW Essen abgesetzt. "Man merkt, dass sich die Leute auf die Partie freuen. Ich werde viel darauf angesprochen", so Vollmerhausen. Zunächst aber gehe es um gute Leistungen gegen den BVB und am 25. März bei der U 23 von Schalke 04. "Natürlich freuen sich unsere Spieler auf die große Kulisse, jeder will auflaufen. Die Plätze für RWE werden aber in den beiden Partien davor vergeben. Bleibt es bei den Ausfällen, können sich andere beweisen. Wir haben einen großen Kader, und Ali Ilbay, Davide Leikauf, Tim Bodenröder und Silvio Pagano, die aus unterschiedlichen Gründen noch nicht so viel Einsatzzeit haben, haben schon ihre Leistung gebracht. Und auch Gaetano Manno wird von Tag zu Tag spritziger."