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Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV
Vollmerhausen: "Nicht verrückt machen lassen"

Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV: Vollmerhausen: "Nicht verrückt machen lassen"
Die Entscheidung gegen den KFC: WSV-Keeper Joshua Mroß kommt gegen Mario Erb zu spät. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Der sportliche Aspekt steht beim Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV seit Tagen im Hintergrund. Die Diskussion über den fehlgelaufenen Sanitäter-Einsatz beim Duell gegen den KFC Uerdingen beherrscht weiter die Diskussionen. Trainer Stefan Vollmerhausen richtet seinen Fokus dennoch auf das Nachholspiel am Dienstag (14. November 2017) um 19.30 Uhr im Grenzlandstadion bei der Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach. Von Jörn Koldehoff

"Das Match gegen Uerdingen war ein Schritt in die richtige Richtung", ist sich der 44-Jährige trotz der 0:1-Niederlage sicher. Der Grund: "Es war ein großer Kampf, und wir haben viel umgesetzt von dem, was wir wollten. Das Manko war, und das hat die Videoanalyse bestätigt, dass wir die Angriffe nicht entschlossen genug durchgezogen haben. Aber man muss dabei bedenken, dass uns Uerdingen die Räume auch nicht gegeben hat. Es ist nicht umsonst der Aufstiegsfavorit." Ausgestattet mit einem Millionenetat.

Die Einwechslung von Florian Rüter für den verletzten Christian Müller war zudem kein Vorteil. Rüter störte den Spielaufbau früh. "Das Spiel war unglaublich intensiv, am Ende konnten wir das Tempo nicht mehr mitgehen. Man darf nicht vergessen, dass der KFC Vollprofitum hat und die Spieler nicht arbeiten. Jeder hat Drittliga-Qualität", glaubt der WSV-Coach.

Dennoch: "Das Wichtigste ist, das wir uns nicht verrückt machen. Wir haben uns ein Punktepolster erarbeitet. Jetzt gilt es, in den nächsten Partien wieder etwas zu holen", so Vollmerhausen. Schon am Dienstagabend in Gladbach, das sich allerdings nach dem 2:0 in Rödinghausen im Aufwind befindet. Silvio Pagano befindet sich zwar wieder im Lauftraining. Ob es bis Anfang kommender Woche reicht, steht jedoch noch nicht fest. Ein Risiko wird der WSV keinesfalls eingehen.

Es ist das sechstletzte Duell vor der Winterpause. Weiter geht es am 19. November beim Bonner SC, am 25. November steht das Niederrheinpokal-Viertelfinale beim TV Jahn Hiesfeld an. Der zweite Saison-Höhepunkt ist das Derby am 3. Dezember im Stadion am Zoo gegen Rot-Weiß Essen, bevor noch die Matches in Wegberg-Beeck (9. Dezember) und gegen Wattenscheid 09 (16. Dezember) anstehen.

Die Winterpause endet am 17. Februar mit der Auswärtspartie in Rhynern. Ob der WSV in ein Winter-Trainingslager fliegt, steht weiterhin nicht fest. Derzeit ist die Finanzierung noch nicht gesichert.