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Fußball-Niederrheinpokal: 2:1 (2:0) gegen Hilden
Mühsamer Pflichtsieg des WSV

Fußball-Niederrheinpokal: 2:1 (2:0) gegen Hilden: Mühsamer Pflichtsieg des WSV
Der WSV hielt Hilden am Ende in Schach. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV steht im Viertelfinale des Niederrheinpokals. Das Team von Trainer Stefan Vollmerhausen schlug am Mittwochabend (11. Oktober 2017) den Oberligisten VfB Hilden im Stadion am Zoo mit 2:1 (2:0). 770 Zuschauer waren dabei. Von Jörn Koldehoff und Julian Schumacher

Der Coach nahm vier Änderungen im Vergleich zum ungefährdeten 4:0-Erfolg in Erndtebrück vor: Mroß, Steinmetz, Wirtz und Khadraoui rücken in die erste Elf, Wickl, Leikauf, Windmüller und Manno nehmen dafür auf der Bank Platz. Gespielt wurde an der Hubertusallee, weil der Rasen am Hildener Bandsbusch in schlechtem Zustand ist und beide Clubs Verletzungen fürchteten.

Der Favorit übernahm direkt die Initiative, Hilden agierte erwartungsgemäß äußerst defensiv. Die Folge: Der WSV hatte einen hohen Ballbesitz, große Chancen sprangen aber zunächst nicht heraus. Vollmerhausen stellte deshalb früh auf ein 4-4-2-System mit Steinmetz und Kramer als Spitzen um.

Als sich bereits gepflegte Langeweile auf den Rängen breit machte, schlug der Torjäger zu: Mandt spielte hoch an den Fünfer, wo Schmetz verlängerte. Kramer stand am nicht bewachten zweiten Pfosten völlig frei und nickte ein - 1:0 (31.). Einmal in Fahrt, legte der Regionalligist nach: Nach einer Unordnung in der VfB-Abwehr kam der Ball zu Wirtz, der aus acht Metern abzog. Der Schuss wurde noch entscheidend abgefälscht, Hildens Keeper Sube war an alter Wirkungsstätte machtlos - 2:0 (33.). Es war im Grunde schon früh die Entscheidung.

Ohne Wechsel startete der WSV in den zweiten Durchgang. Die erste Möglichkeit bot sich den Gästen, ein Pass rauschte nur knapp am Wuppertaler Kasten vorbei (48.). Hilden wurde nun kurzfristig etwas offensiver, aber ohne Erfolg. Stattdessen verfehlte ein Freistoß von Mandt das VfB-Tor nur knapp (54.). Die Partie plätscherte nun: Windmüller kam in der 63. Minute für Kramer, der sich ausruhen durfte.

Dann wurde es aber noch einmal spannend: Nachdem Dusche den Ex-WSVer Harouz nach einer Ecke zu Boden brachte, gab es Elfmeter für den VfB. Und den verwandelte mit Ivosevic ein weiterer ehemaliger Wuppertaler problemlos - 2:1 (68.). Um die Defensive zu stabilisieren, brachte Vollmerhausen Grebe für Khadraoui, der sich niht empfehlen konnte (73.). Zwei Minuten später folgte Manno für Dowidat.

Der WSV verwaltete in der zweiten Halbzeit den Vorsprung. Das reichte. Eine Augenweide war es nicht, darüber spricht aber schon in Kürze niemand mehr. Es war ein Pflichtsieg, mehr nicht.

Stefan Vollmerhausen (Wuppertaler SV): "Wir freuen uns, dass wir weitergekommen sind. Das ist das Einzige was zählt im Pokal. Wir haben das von Anfang an nicht besonders kreativ gemacht. Wir haben den Druck dann ein bisschen erhöhen können. Wir haben mit einem Doppelschlag eine Halbzeitführung erzielt. Das war natürlich ganz angenehm. Wir haben uns dann nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Da wurde es dann etwas eng und der ein oder andere junge Spieler wurde etwas wackelig. Wir werden über das Spiel nicht mehr so viel sprechen und konzentrieren uns auf Samstag."

Marcel Bastians (VfB Hilden): "Glückwunsch für den verdienten Sieg. Wenn man die Vorzeichen sieht, ist klar, dass wir vermeintlich chancenlos sind. Wir waren aber schon gespannt. Insgesamt war das ein positiver Auftritt. Wir habend das taktisch gut gemacht. Wir haben uns weit zurückgezogen und bis zur 32. Minute hatten wir das gut im Griff. Aber dann passen wir zweimal nicht auf. Wir wussten um die Stärke bei Standards. Da geben wir das Spiel komplett aus der Hand. In der zweiten Halbzeit wollten wir uns nochmal fokussieren. Das haben wir auch ganz gut hinbekommen. Dann dreht sich das Spiel durch den Standard. Dann kippt so ein Spiel oftmals. Der WSV war dann nicht mehr ganz so souverän und bei uns kam noch eine Schippe Adrenalin dazu. Insgesamt können wir darauf aufbauen - Kompliment an die Mannschaft. Wir hätten es gerne noch in die Verlängerung geschafft, aber es hat nicht sollen sein."

In der Regionalliga geht es für den WSV am Samstag (14. Oktober) weiter mit dem Duell gegen die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf. Anstoß im Stadion am Zoo ist um 14 Uhr.

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