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Handball-Bundesliga: Samstag ab 19 Uhr in der Uni-Halle
Liveticker: BHC - Erlangen

Handball-Bundesliga: Samstag ab 19 Uhr in der Uni-Halle: Liveticker: BHC - Erlangen
Der Matchwinner, der von der Bank kam: BHC-Keeper Christopher Rudeck – hier beim Sieg gegen Göppingen im Siebenmeter-Duell mit Marcel Schiller. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal / Solingen. Der Handball-Bundesligist Bergischer HC kann am Samstag ab 19 Uhr (Liveticker) in der Uni-Halle gegen Erlangen einen Quantensprung ans rettende Ufer machen. Im Hinspiel war der Aufsteiger für die Löwen eine Nummer zu groß. Von Roderich Trapp

Das 26:35 in Nürnberg war einer der ganz besonderen Tiefschläge der verkorksten BHC-Hinrunde. Schon damals zeichnete sich allerdings ab, dass die seinerzeit noch vom ehemaligen BHC-Manager Stefan Adam mit geformten Franken kein normaler Neuling sind. Für die Verpflichtung von Top-Spielern wie Pavel Horak, Isaias Guardiola, Michael Haaß oder Keeper Katsigiannis aus Kiel griff man tief in die Tasche und baute ein Team, das aktuell auf Platz acht rangiert.

"Die Qualität von Erlangen macht's schwer", sagt daher auch BHC-Coach Sebastian Hinze im Hinblick auf die Partie, in der sich der BHC im Idealfall tabellarisch weit Richtung Klassenziel werfen könnte. Bei der deftigen Hinspielniederlage war es aber nicht nur die individuelle Klasse der Erlanger, die dem BHC im Weg stand, sondern ein taktischer Überraschungseffekt: HC-Coach Robert Andersson schickte seine Mannschaft nämlich statt in der gewohnten 6-0-Abwehr mit einer bis dahin noch nicht gesehenen 3-2-1-Deckung aufs Feld. "Davon haben wir uns sehr schnell verunsichern lassen und konnten nur mit dem siebten Feldspieler reagieren. Die Hypothek war dann einfach zu groß", erinnert sich Hinze an den schwarzen Tag in der Nürnberger Arena. "Jetzt können wir uns darauf vorbereiten. Ich glaube nicht, dass wir noch einmal überrascht werden."

Dass der BHC mit Widrigkeiten inzwischen besser umgehen kann, bewies auch die Reaktion nach dem schwachen Start beim Sieg gegen Göppingen. Statt wie so oft in der Hinrunde die Linie zu verlieren, kam das Team nach Auszeit und Umstellungen rechtzeitig wieder in die Spur. Der Schlüssel für Hinze: "Ich habe immer gesagt, dass wir jeden brauchen und dass die Spieler, die von der Bank kommen, Akzente setzen müssen." Bestes Beispiel: Keeper Christopher Rudeck, der in Minden noch bester Akteur einer schwachen Mannschaft war, gegen Göppingen zunächst wieder auf die Bank musste und nach früher Einwechselung über sich hinauswuchs.

Personell kann Hinze auf dieselbe Besetzung wie vor einer Woche zurückgreifen. Nur bedingt eine gut Nachricht. Christian Hoße, Ace Jonovski und Max Bettin fallen damit nämlich weiterhin aus. Und was gerne vergessen wird: Zusammen mit den Langzeitverletzten Maximilian Hermann, Madziej Majdzinski und Viktor Szilágyi summiert sich das BHC-Lazarett damit wieder auf sechs Spieler – eine Größenordnung, die inzwischen fast schon Normalität geworden ist ...

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