| 17.12 Uhr

Handball-Bundesliga: BHC-Endspiel gegen Hannover
Hinze und der Handy-Wunsch

Handball-Bundesliga: BHC-Endspiel gegen Hannover: Hinze und der Handy-Wunsch
Können Fabian Gutbrod (li.) und Kristian Nippes (re.) noch einmal einen Kraftakt hinlegen? FOTO: Dirk Freund
Wuppertal / Solingen. Bleibt der Bergische HC Handball-Bundesligist? Diese Frage klärt sich am Samstagnachmittag (10. Juni 2017) ab 16 Uhr. Klar ist: Der BHC muss in jedem Fall in der Wuppertaler Uni-Halle gegen den TSV Hannover-Burgdorf gewinnen, braucht aber auch Hilfe anderer Clubs.

"Die Aufgabe ist, am Samstag das Spiel zu gewinnen - das ist nach dem Ergebnis von Mittwoch (Lemgo siegte in Hannover, Anm. der Red.) nun Grundvoraussetzung, um eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Und so gehen wir das Spiel an, so haben wir uns die letzten zwei Tage vorbereitet und werden es auch bis zum Wochenende so tun", erklärt BCH-Cheftrainer Sebastian Hinze die Ausgangslage. "Wir wollen top vorbereitet sein, um Hannover in unserem Heimspiel zu schlagen. Dann hoffen wir, dass unser Ergebnis noch reicht. Das ist auch unsere riesengroße Motivation für Samstag."

Dabei setzt Hinze weiterhin auf das große Ganze: "Wir wollen es zusammen schaffen und brauchen die Unterstützung, so wie wir es in den letzten Spielen ganz besonders hatten. Von daher bin ich mir sicher, dass es auch am Samstag so ist - es hilft uns extrem. Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann sollte niemand zwischendurch auf sein Handy und die anderen Ergebnisse schauen, sondern nur unseren Sieg im Blick haben und alles dafür tun, damit diese Stimmung auch da ist. Und dann sehen wir, ob es gereicht hat."

Viktor Szilagyi erinnert dabei an den "genialen Moment in Gummersbach, wo zwischen den Fans und der Mannschaft eine riesige Einheit bestand – das brauchen wir am Samstag noch einmal so bedingungslos in der Uni-Halle. Wir haben nur ein Spiel, um den letzten Spieltag zu beeinflussen - drauf gilt es sich zu konzentrieren. Die anderen Sachen können wir nicht steuern und erst nach dem Abpfiff wissen, wohin die Reise geht. Es wäre ein Riesenfehler, sich irgendwie mit dem anderen Spiel zu beschäftigen, Es geht um vollste Konzentration, Herz und Leidenschaft."

Um erfolgreich zu sein, "müssen wir uns die Werkzeuge schaffen, um bei aller Emotionalität klug zu agieren und wissen, wo wir angreifen wollen und was wir verteidigen wollen und nicht überdrehen", beschreibt der BHC-Coach die taktische Herangehensweise: "Wir haben uns bereits schon sehr viel für Hannover erarbeitet und uns auf ihre taktisch gut vorbereiteten Übergänge mit Kreuzbewegungen eingestellt, die sie auch gegen Lemgo gespielt haben. Da haben sie durchaus verunsichert gewirkt, aber auch in den ersten Minuten gezeigt, dass man sie bearbeiten muss, um das Spiel zu gewinnen. Es ist unsere Aufgabe sie in diese Situation zu bringen, damit wir die Hoheit über das Spiel haben. Von der individuellen Qualität sind sie enorm gut aufgestellt, aber wir können sie in Situationen bringen, wo wir bestimmen wie es läuft."

Alexander Hermann fällt weiter aus. Er fehlt ebenso wie sein Zwillingsbruder Maximilian und auch Viktor Szilagyi. Nach seinem ersten Kurzeinsatz in Magdeburg ist Youngster Maciej Majdzinski erneut eine Option.

Mehr als 2.700 verkauften Tickets im Vorverkauf steuern die Bergischen auf eine ausverkaufte Unihalle zu – die verbliebenen Sitzplatztickets und zusätzliche Stehplätze sind am Spieltag an den ab 14.30 Uhr öffnenden Tageskassen erhältlich.