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Fußball
FSV: Neuanfang in der Landesliga

Fußball: FSV: Neuanfang in der Landesliga
FSV-Coach Thomas Richter. FOTO: Turek
Wuppertal. Die Fußballer des FSV Vohwinkel sind in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Nach dem Abstieg aus der Oberliga gehen die "Füchse" mit dem neuen Trainer Thomas Richter auf Punktejagd. Von Jan Turek

Der 56-jährige, der zuvor Jugendtrainer beim VfB Hilden war, ist schon lange Wuppertal verbunden: In den 1990er Jahren spielte er für den WSV in der 2. Bundesliga und hat dort als Trainer und Manager gearbeitet. Mittlerweile wohnt er in Vohwinkel, fünf Minuten vom Gelände des FSV entfernt: "Für mich war relativ schnell klar, dass ich das hier übernehmen möchte."

Nach der katastrophalen Rückrunde will der Ex-Torwart Stabilität zurückgeben und die Vergangenheit abhaken: "Die letzte Saison beschäftigt mich nicht mehr. Ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt, wir fangen bei Null an. Die Negativerlebnisse der Rückrunde müssen aus den Köpfen raus." Stattdessen könnten sich die, die länger im Verein sind, die Zeiten davor vor Augen führen: "Zwei Aufstiege hintereinander: Das ist eine Hausnummer."

Gleichzeitig warnt er, als Absteiger überheblich in die Landesliga zu gehen: "Wir müssen ein Stück weit Demut haben vor der neuen Spielklasse." Es sei "ein großer Fehler" zu denken, dass man in der Landesliga "automatisch gleich wieder oben mitspielt". Von daher sei auch der sofortige Wiederaufstieg keinesfalls das erklärte Ziel. Stattdessen gehe es ihm darum, "die Mannschaft in eine gute Verfassung zu bringen und vom ersten Spieltag an Punkte zu sammeln – so viele es geht und so schnell wie möglich".

Hilfreich dürfte sein prominenter Neuzugang Sascha Dum werden: Der ehemalige Bundesligaspieler, der mit Bayer 04 Leverkusen im UEFA-Cup spielte, kam ebenfalls aus Hilden. Richter hält viel von dem Mittelfeld- und Abwehrspieler, der kürzlich seinen 32. Geburtstag feierte: "Er wird sicherlich mit seiner Vita und seiner Erfahrung eine wichtige Rolle spielen."

Gleiches gelte aber auch für Spieler wie Martin Lyttek und Frederic Lühr. Grundsätzlich ist Richter mit dem Kader zufrieden: "Es ist eine gute Mischung zwischen jungen Spielern und Erfahrung." Für "zwei, drei Positionen" halte man noch die Augen nach passender Verstärkung offen, ohne in Aktionismus zu verfallen.

In der frühen Phase der Vorbereitung geht es dem Coach darum, sich kennen zu lernen, zielgerichtet trainieren und Werte zu verinnerlichen: "Ich möchte, dass wir leistungsorientiert denken, trainieren und spielen. Ich möchte, dass eine gewisse Mentalität in die Mannschaft kommt." Jeder soll sich als Teil des Teams sehen: "Schlüssel zum Erfolg ist im Mannschaftssport immer das Kollektiv."

Richter: "Rückschläge gehören dazu." Er ist überzeugt, dass sein Team den Abstieg wegstecken kann: "Ich bin optimistisch, dass wir eine gute Mannschaft auf die Beine kriegen, die sehr lernwillig und jederzeit bereit ist, das umzusetzen, was wir uns gemeinsam vornehmen. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir mehr positive als negative Ergebnisse erzielen werden."

Und wenn dabei am Ende der Saison der Wiederaufstieg herauskommt, wird es Richter sicher nicht stören.

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