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Fußball-Niederrheinpokal: 2:0 (2:0) in Bocholt
Der Pokaltraum des WSV lebt weiter

Fußball-Niederrheinpokal: 2:0 (2:0) in Bocholt: Der Pokaltraum des WSV lebt weiter
Co-Trainer Pascal Bieler (li.) und Chefcoach Adrian Alipour. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal. Der Wuppertaler SV steht im Viertelfinale des Fußball-Niederrheinpokals. Der Regionalligist setzte sich am Mittwochabend (10. Oktober 2018) in der Runde der letzten 16 beim Oberligisten 1. FC Bocholt mit 2:0 (2:0) durch. Beide Treffer erzielte Christopher Kramer. Von Jörn Koldehoff und Julian Schumacher

Der WSV verzichtete auf Gaetano Manno und Jonas Erwig-Drüppel (beide muskuläre Probleme) sowie Jan-Steffen Meier. Dafür rückten Gino Windmüller, Kamil Bednarski und Yusa Alabas in die Startformation. Und die erwischte einen glänzenden Auftakt. Sofort spielbestimmend, sorgte Christopher Kramer in der 5. Minute für das frühe 1:0 der Gäste. Er drückte eine Kopfballverlängerung von Windmüller nach Einwurf von Dennis Malura über die Linie.

Bocholt befreite sich etwas vom Dauerdruck der Bergischen. Und setzte in der 20. Minute das erste Ausrufezeichen: Der schnelle Daud Gergery zog auf der rechten Seite auf und davon und bediente Nick Buijl. Dessen Aufsetzer parierte WSV-Torwart Joshua Mroß aber (20.). Der Oberligist bot nun Paroli, große Chancen entstanden aber auf beiden Seiten nicht. Der Favorit hatte den Gegner im Griff.

Als das Spiel Richtung Pause plätscherte, schlug Torjäger Kramer erneut zu. Sascha Schünemann hatte sich durchgedribbelt und den 28-Jährigen präzise bedient - 2:0 (40.). Es war Kramers achter Treffer im laufenden Pokal-Wettbewerb. Mit dem komfortablen und auch verdienten Vorsprung des Favoriten ging es in die Kabinen. Der WSV war einfach souveräner und nutzte zudem seine Möglichkeiten eiskalt.

Die Rot-Blauen spielten in Halbzeit zwei zunächst unverändert weiter. Kevin Hagemann verpasste in der 48. Minute knapp das 3:0. Spannung kam - aus Sicht der mitgereisten Fans erfreulicherweise - wenig auf, da der Regionalligist defensiv äußerst konzentriert agierte. Der WSV verwaltete den Vorsprung und ließ kaum eine Chance des Oberligisten zu. Von einem Pokalkrimi keine Spur.

In der 70. Minute wechselte Trainer Alipour erstmals: Meik Kühnel ersetzte Bednarski. Vier Minuten später folgte Enes Topal für Yusa Alabas. An alter Wirkungsstätte durfte auch Len Heinson ab der 83. Minute noch ran (für Kevin Hagemann). Inhaltlich änderte das nichts mehr.

WSV-Trainer Adrian Alipour: "Wir sind mit viel Respekt nach Bocholt gefahren und haben uns wie auf ein Meisterschaftsspiel vorbereitet. Es ist keine Selbstverständlichkeit, hier am Hünting zu gewinnen. Wir waren aber konsequent, hatten viel Ballbesitz und haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Bis auf eine Chance haben wir eigentlich nichts zugelassen. Wir sind am Wochenende spielfrei und werden die Wunden lecken. Wir schauen, wer dann bis zur Partie in Rödinghausen (19. Oktober, Anm. der Red.) wieder dazustößt."

Vorstandsmitglied Manuel Bölstler: "Wir sind das Spiel von der ersten Minute an professionell angegangen und sind verdient eine Runde weitergekommen. Nach den ganzen Englischen Wochen tut uns das spielfreie Wochenende sicherlich gut. Viele Spieler sind angeschlagen und werden jetzt eine Pause bekommen. Das Weiterkommen ist für uns als Verein immens wichtig gewesen."

Am kommenden Wochenende pausiert der WSV in der Regionalliga, da das Heimspiel gegen Düsseldorf II auf den 30. Oktober verlegt worden ist. Somit geht es erst am 19. Oktober mit der Partie beim FC-Bayern-Pokalgegner SV Rödinghausen weiter.

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