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Handball-Bundesliga: 25:30 (13:15) gegen RN Löwen
BHC schnuppert diesmal nicht am Sieg

Handball-Bundesliga: 25:30 (13:15) gegen RN Löwen: BHC schnuppert diesmal nicht am Sieg
Kapitän Kristian Nippes im Duell mit RNL-Torwart Appelgren. FOTO: Dirk Freund
Wuppertal / Solingen / Düsseldorf. Der Handball-Bundesligist Bergischer HC hat auch das Punktspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen verloren. Gut zwei Wochen nach dem Pokal-Aus (29:32 im Achtelfinale nach Verlängerung) unterlag das Team von Trainer Sebastian Hinze am Donnerstagabend (1. November 2018) diesmal mit 25:30 (13:15). Die Partie fand vor 6.758 Zuschauern im Düsseldorfer ISS Dome statt. Von Jörn Koldehoff und Thomas Schulz

Der BHC verzichtete neben Daniel Fontaine (verletzt) auf Milan Kotrc, der auf der Tribüne Platz nehmen musste. Die Anfangsminuten gehörten Arnor Gunnarsson (2 Tore) und Fabian Gutbrod (2) sowie auf der Gegenseite Steffen Fäth, die den Spielstand auf 4:4 stellten (9.). Die Partie blieb eng. Nachdem Gunnarsson mit einem Siebenmeter am starken RNL-Schlussmann Mikael Appelgren gescheitert war, traf Jeffrey Boomhouwer an - und verwandelte zum 6:6 (15.).

Dann aber riss der Faden des Aufsteigers. Der Pokalsieger aus Mannheim zog bis zur 20. Minute auf 9:6 davon. Der BHC leistete sich in dieser Phase einige technische Fehler und Fehlwürfe. Der Vorsprung hatte Bestand. Trainer Sebastian Hinze nahm in der 23. Minute seine erste Auszeit. Das nutzte: Linus Arnesson verkürzte auf 12:13 (27.). Raffael Baena Gonzales gelang gegen die Ex-Kollegen das 13:14 (29.). Mit der Schlusssirene warf Filip Taleski aber wieder einen Zwei-Tore-Halbzeitvorsprung für die Gäste heraus.

BHC-Rückraumspieler Fabian Gutbrod im Düsseldorfer ISS Dome. FOTO: Dirk Freund

Statt auszugleichen, erwischte der BHC einen denkbar schlechten Start in den zweiten Durchgang. Nach dem 13:18 (34.) bat Hinze sein Team zum zweiten Mal zu einer Besprechung. Im Gegensatz zum Pokalmatch schwächelte der Favorit aber zunächst nicht. Folgerichtig bauten die Mannheimer den Vorsprung auf 21:15 (21.) aus. Vor allem Gutbrod war es zu verdanken, dass der BHC nicht komplett abreißen ließ - 19:23 (44.).

Als Gunnarsson sogar das 20:23 gelang (45.), reagierten die Gäste mit einer Auszeit. Die Fans witterten Morgenluft. Doch der Favorit wankte diesmal nicht, zumal der BHC einige Chancen liegen ließ. Spätestens als Gudjon Valur Sigurdsson das Ergebnis auf 27:21 für die Neckar-Löwen schraubte, war die Messe im Dome gelesen. Die Startruppe brachte den Sieg problemlos nach Hause.

Nicolaj Jacobsen (Trainer Rhein-Neckar-Löwen): "Es war deutlicher als im Pokal, aber einfach war es nicht. In der Abwehr standen wir gut, die Führung zur Pause war eher zu knapp. Entscheidend waren dann die ersten fünf Minuten nach der Pause. Im Angriff blieben wir geduldig, dazu hat Torhüter Appelgren gut gehalten."

Sebastian Hinze (Trainer BHC): "Es war eine verdiente Niederlage. Fäth und später Taleski haben wir nicht komplett zugestellt bekommen. Ein paar Bälle haben wir leider weggeschenkt, sonst wäre zur Pause auch ein Unentschieden möglich gewesen. In der Summe war das heute aber nicht das, was uns bisher ausgezeichnet hat. Ich sehe das Problem dabei im Angriff, da haben wir es den Mannheimern zu einfach gemacht. Darüber müssen wir sprechen."

Oliver Roggisch (Manager Rhein-Neckar-Löwen): "Wir waren heute in der Deckung aggressiver und hatten einen starken Torwart. Die große Halle ist uns sicherlich entgegengekommen, als wenn uns die Stimmung in der komprimierten kleinen Halle in Solingen entgegengeschlagen wäre."

Jörg Föste (BHC-Geschäftsführer): "So richtig zufrieden bin ich nicht. Die Leistung der zweiten Halbzeit wird nicht nur gegen die Rhein-Neckar Löwen nicht reichen. Wir hatten wenig Ballgewinne durch unsere Abwehr oder das Torhüterspiel. Dazu waren wir im Positions-Angriff nicht diszipliniert genug. Zumindest die Atmosphäre war auf Grund der vollen Ränge stimmungsvoll."

Nach einer zehntägigen Pause kommt es am 11. November zum Derby gegen den VfL Gummersbach. Anwurf in der Wuppertaler Uni-Halle ist um 13.30 Uhr. Vier Tage später tritt der BHC erneut in Düsseldorf an - dann um 19 Uhr gegen den Rekordmeister THW Kiel.

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