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Amtsgericht
Zechpreller: "Ich wollte mir was gönnen"

Amtsgericht: Zechpreller: "Ich wollte mir was gönnen"
Symbolfoto. FOTO: Polizei
Wuppertal / Düsseldorf. Für beachtliche 474 Euro ließ es sich ein Wuppertaler im Restaurant des Steigenberger Parkhotels in Düsseldorf schmecken. Zahlen konnte er allerdings nicht und hatte das auch nicht vor - es handelte sich um einen erfahrenen Zechpreller ... Von Dirk Lotze

Der vorbestrafte Betrüger war gerade mal einen Tag wieder in Freiheit, als er sich das Festmahl in der Nobelherberge gönnte. Das Gefängnis in Würzburg hatte ihn zuvor nach längerer Haft entlassen. Noch im Restaurant wurde er dann von der Polizei wieder festgenommen.

Nur drei Tage später verurteilte ihn das Düsseldorfer Amtsgericht zu vier Monaten Gefängnis ohne Bewährung. Darüber informierte die Behörde auf Nachfrage. Er habe gestanden und erklärt: "Ich wollte mir was gönnen."

Laut Gericht gab der Mann zu, üppig bestellt zu haben: Steak Tatar vom Rind, anschließend Maispoularde, Champagner Dom Perignon, zwei Espressi, noch einen Kaffee und zur Abrundung einen edlen, zwölf Jahre alten Single-Malt--Whisky aus der schottischen Brennerei "Highland Park".

Seinen Angaben zufolge kann es durchaus klappen, nicht zu bezahlen. Die Restaurants würden die Zeche anschreiben. Aber: "Vorher fragen und sagen, dass man kein Geld hat, funktioniert nicht. Das machen die nicht mit."

Der 37-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft, bis das Urteil rechtskräftig wird. Er ist ohne festen Wohnsitz und hat keine Arbeit.