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Seelöwen-Anlage soll wachsen
Zoo trennt sich von Eisbären

Wuppertal gibt Eisbären ab
Wird dieses Bild bald der Vergangenheit angehören? Eisbär-Dame Anori springt ins kühle Nass. FOTO: Barbara Scheer
Wuppertal. Die Eisbären werden laut Medienberichten den Grünen Zoo Wuppertal verlassen. Schon seit vielen Jahren wird darüber in Wuppertal diskutiert. Die Tierschutzorganisation "Peta" sammelt derzeit Unterschriften, um die Eisbärhaltung bundesweit zu verbieten. Von Nina Bossy

Am Donnerstagnachmittag (10. Januar 2018) bestätigt Kulturdezernent Matthias Nocke gegenüber der Rundschau, dass man die Abgabe der zwei Eisbären plane. Dafür solle die Seelöwen-Anlage erweitert werden. Es habe bereits Machbarkeitsstudien gegeben, entsprechende Pläne sollen im Kulturausschuss im Februar vorgestellt werden.

Derzeit leben mit Anori und Luka (beide sieben Jahre alt) zwei Bären an der Hubertusallee. Anori ist 2012 in Wuppertal geboren. Luka war knapp zwei  Jahre alt, als er im Oktober 2013 als Gesellschaft für Anori nach Wuppertal geholt wurde. Da die Eisbären kurz vor der Geschlechtsreife ständen und für Nachwuchs sorgen könnten, habe die Entscheidung gedrängt, so Nocke. Wohin die Eisbären ziehen werden, ist noch nicht bekannt. Eisbären werden in Gefangenschaft bis zu 40 Jahre alt.

Seit Jahren ist die Haltung der Eisbären in Wuppertal in der Kritik. Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz hatte die Anlage zu Beginn seiner Amtszeit im März 2013 übernommen. Im Rundschau-Interview 2016  sagte Lawrenz über die Eisbär-Anlage: "Entweder bringen wir das Geld (für eine neue Anlage, Anmerkung die Redaktion) zusammen, oder wir müssen über eine attraktive Umnutzung der Anlage nachdenken und die Eisbären abgeben."

Lawrenz hat unter dem Label "Der Grüne Zoo Wuppertal" artgerechte Haltung zur neuen Maxime des Zoos erklärt. Das Konzept: Weniger Tiere, größere Anlagen.

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