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Sauberkeit am neuen Döppersberg
Nur wenig Kontrolle ...

Sauberkeit am neuen Döppersberg: Nur wenig Kontrolle ...
Viel Fläche am neuen Döpps: Jetzt geht es um Sicherheit und Sauberkeit auf dem Areal. FOTO: Olaf Joachimsmeier
Wuppertal. Nächste Woche legt die Verwaltung der Politik Handlungsempfehlungen vor, mit denen Sicherheit und Sauberkeit am Döppersberg gewährleistet werden sollen. Durch die personelle Situation halten sich die Möglichkeiten dazu allerdings in Grenzen. Von Roderich Trapp

Mit der Öffnung des Busbahnhofs und der oberen Platzflächen ist der neue Döppersberg seit vorigem Wochenende komplett begehbar. Aber: Wie kann er seinen einladenden Charakter dauerhaft behalten? Dazu bezieht die Verwaltung am Dienstag im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung Stellung. Beim Thema Sauberkeit stellt sich die Sache noch relativ einfach dar: Die Mitarbeiter der Stadtreinigungs-Außenstelle Aue kümmern sich um den Döpps und testen derzeit unterschiedliche Verfahren und Maschinen, um das helle Pflaster möglichst sauber zu halten. Auch rund um den neuralgischen Punkt der Entfernung von Kaugummis wird noch experimentiert.

Komplexer gestaltet sich die Frage nach Sicherheit und Aufenthaltsqualität auf dem weitläufigen Areal. Die Verwaltung setzt dabei unter anderem auf kurzfristig realisierbare Änderungen in der Straßensatzung. Die könnten unter anderem den Aufenthalt mit Hunden auf den Rasenflächen verbieten – und den ungehinderten Zugang zum Schwebebahnhof und dem künftigen Info-Pavillon gewährleisten. Aktuell ist dieser Bereich noch Szene-Treffpunkt. "Ich könnte mir einen gekennzeichneten Raum rund um die Eingänge vorstellen", erklärt Dezernent Matthias Nocke, wie sich das abgrenzen ließe. Mittelfristig wären auch mehr Beleuchtung und zusätzliche Spiel- und Funktionspunkte für mehr Frequenz und damit mehr soziale Kontrolle denkbare Maßnahmen. Dabei drehen sich die Überlegungen naturgemäß speziell um das Areal vor der Bundesbahndirektion, die nach dem Stocken der Outlet-Pläne wohl noch auf unabsehbare Zeit leer steht.

FOTO: Olaf Joachimsmeier

Das große "Aber" in der Sicherheitsdebatte liefert die Vorlage aber ebenfalls: "Ein konsequentes Einschreiten des Ordnungsdienstes bei Regelverstößen setzt dessen Präsenz voraus, die mit den bestehenden Ressourcen nicht gewährleistet werden kann. Eine Änderung der Einsatzkonzeption des Ordnungsdienstes ist mit den gegenwärtigen Ressourcen ebenfalls nicht zu gewährleisten. Wenn sich die aktuelle Situation spürbar verändern soll, muss in Personal, Ausstattung und Kommunikation / Funk investiert werden. Eine Refinanzierung dieser Investitionen durch Bußgelder und Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung ist zu prüfen."

"Die Entscheidung darüber bleibt den Haushaltsberatungen vorbehalten", so Dezernent Nocke.

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