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Döppersberg
Info-Pavillion – erst mal nur leere Hülle

Döppersberg: Info-Pavillion – erst mal nur leere Hülle
Bis es so aussieht am so genannten Wupperpark gegenüber vom Schwebebahnhof, dauert es noch. FOTO: Stadt Wuppertal
Wuppertal. Wupperpark, FOC, Radhaus und Bahnhofsgebäude: Die Döppersberg-Kommission dauerte nicht besonders lang, brachte aber einige Hintergründe. Von Stefan Seitz

Der Wupperpark gegenüber dem Schwebebahnhof wird erst Mitte 2019 fertig – diese Katze war bereits vor der Sitzung aus dem Sack. Bisher hatte stets der 31. Dezember 2018 in Rede gestanden. "Was wird denn wann genau fertig sein?" Diese Frage des Grünen Klaus Lüdemann beantwortete Nicole Wentzel vom Gebäudemanagement: "Das kann ich Ihnen nicht genau sagen. Wir können den Termin in Gänze mit zwei Pavillons nicht halten."

Pavillon Nr. 1 ist fürs Stadtmarketing vorgesehen, Pavillon Nr. 2 fürs "Café Cosa". Unter allem wird sich der Disco- und Kultur-Bunker erstrecken. Mit den Erdarbeiten soll es im Herbst losgehen, das eigentliche Projekt Wupperpark im Frühjahr 2018 starten. Nicole Wentzel zu den Politikern: "Es wäre ein Fehler, Ihnen an dieser Stelle Termine zu servieren, die man nicht seriös halten kann."

Fest steht nur: Zum 31. Dezember 2018 wird die Gebäudehülle des städtischen Info-Marketing-Pavillons stehen – allerdings ohne Innenleben. Um am dann neuen und fertigen Döppersberg einen "ansprechenden, ordentlichen Eindruck" zu vermitteln. Und vielleicht wird die Pflasterung der Wupperpark-Oberfläche dann auch schon verlegt sein...

Kurz vorher ist Weihnachten beziehungsweise Weihnachtsmarktzeit. Dann will die Stadt es geschafft haben, Fußgängern den Weg von den Bahngleisen durch die noch im Bau befindliche Bahnhofs-Einkaufs-Mall über den unteren Bahnhofsvorplatz und die Geschäftsbrücke in die City (und natürlich andersherum auch) zu ermöglichen.

Die Behelfsbrücke hinterm Schwebebahnhof könnte dann endlich weg.

Bau-Dezernent Meyer lobte die "extrem flexible" Arbeitsweise der Wuppertaler Firma Leonhards bei der Gestaltung der Bahnhofsplätze – und nahm Stellung zur immer wieder diskutierten FOC-Fertigstellungsfrage. Hier seien, so Meyer, schon mehr als zwei Jahre vergangen: "Das kennen wir von anderswo deutlich schneller, aber der Investor ist in einem schwierigen Umfeld und einer schwierigen Konkurrenzsituation unterwegs."

Um zwei Gebäude ging's dann auch noch – ein großes und ein kleines. Mit der Entkernung des Bahnhofsgebäudes will die Bahn als Eigentümerin, so Dezernent Meyer, 2018 starten, der (innere) Neuaufbau werde 2019 folgen.

Und das Radhaus hinterm Primark-Gebäude? Mit seinem Bau wird, gab Nicole Wentzel zu Protokoll, im kommenden Frühjahr begonnen: Eine komplett und ganzjährig begrünte Konstruktion in leichter Bauweise, bei deren Errichtung man kaum mit Problemen rechnen müsse.